G20 wollen „Kluft zwischen globalem Norden und Süden verringern“

Italiens Außenminister Luigi Di Maio (m., von hinten) erklärte, die Einigungen seien nicht weniger als "ein Meilenstein". [EPA-EFE/ANGELO CARCONI]

Die Außenminister:innen der G20-Staaten haben sich am Dienstag im süditalienischen Matera getroffen. Sie unterzeichneten dort eine gemeinsame Erklärung mit dem Bestreben, „die Kluft zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden zu verringern“. Ziele sind unter anderem, den Welthunger bis 2030 zu besiegen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Die von der G20 verabschiedete Erklärung von Matera zur Ernährungssicherheit ziele darauf ab, die Investitionen der reichsten Länder zu erhöhen, um „mittelfristig stabile Ergebnisse“ im Kampf gegen den Hunger in der Welt zu erzielen, erklärte Italiens Außenminister Luigi Di Maio. Das Dokument sei „ein Meilenstein“.

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO laufen aktuell mehr als 840 Millionen Menschen Gefahr, in diesem Jahrzehnt nicht genug zu essen zu haben. Weitere 100 Millionen haben aufgrund von COVID-19 Arbeit und Einkommen verloren.

„Unser Plan stärkt die Rolle der von Italien ins Leben gerufenen Ernährungskoalition innerhalb der FAO und steht im Einklang mit Italiens Strategie zur Bewältigung der globalen Krisen, die durch die Pandemie verschärft wurden,“ kommentierte Di Maio. Er hob die „Führung der UN“ als „Eckpfeiler eines effektiven multilateralen Systems“ hervor.

Zum Thema Klimawandel und Umweltschutz fügte er hinzu: „Mit den beiden UN-Konferenzen zum Klima (COP26) und zur Biodiversität (COP15) haben wir eine einmalige Gelegenheit, die Pariser Vereinbarungen umzusetzen – mit der Verabschiedung ehrgeiziger kurzfristiger Verpflichtungen und der Unterstützung des Ziels der Klimaneutralität, das wir für 2050 anstreben.“

Italien wolle seine Rolle als derzeitiger G20-Vorsitz und als enger Partner des Vereinigten Königreichs für die COP26 angemessen wahrnehmen. So werde man beispielsweise bald einen speziellen Klimabeauftragten ernennen, wie es die USA und das Vereinigte Königreich bereits getan haben, kündigte di Maio an.

Abschließend betonte der Minister: „Jenseits der Unterschiede und Differenzen am G20-Tisch sind wir uns alle einig, dass wir beim Klimawandel zusammenarbeiten müssen, um unsere Gesellschaften nachhaltig zu gestalten.“

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