Friedenstruppe bleibt im Kosovo, verspricht NATO-Chef

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg betonte, es werde keine Änderungen am Mandat der Friedenstruppe KFOR geben. [EPA-EFE/JOHN THYS]

Alle 30 NATO-Mitglieder, einschließlich der USA, bleiben der KFOR-Mission im Kosovo verpflichtet, und es wird keine Änderungen am Mandat der Friedenstruppe geben, hat NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel bekräftigt. 

Stoltenberg gab diese Erklärung nach einem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić ab, der auf einer Pressekonferenz seinerseits sagte, er habe vom NATO-Generalsekretär Zusicherungen bezüglich der grundsätzlichen Sicherheit und des Schutzes auf dem Westbalkan erhalten.

„Mit Blick auf gewisse Gerüchte […] war Stoltenberg sehr klar: Er hat die Notwendigkeit der Erhaltung des Friedens und der Stabilität in der Region betont, wobei er sich auf die Rolle der KFOR bei der Aufrechterhaltung der Stabilität konzentrierte,“ resümierte Vučić.

Auf Nachfrage, wie die NATO zu Ankündigungen einzelner Mitgliedstaaten, insbesondere Kroatiens, stehe, mehr Truppen im Rahmen der KFOR zu stationieren, antwortete Stoltenberg, dass sich alle NATO-Mitglieder in dieser Angelegenheit im Einklang mit den bestehenden Richtlinien abstimmen werden. Letztere basierten auf dem Mandat, das durch die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates festgelegt wurde – und das auch für Kroatien gilt, unterstrich er.

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