Finnland drosselt Stromübertragung aus Russland

Der Beschluss trat am Sonntag (24. April) in Kraft und wurde vom Übertragungsnetzbetreiber Fingrid, der sich zu 53 Prozent in Staatsbesitz und zu 47 Prozent im Besitz von Finanzinstituten befindet, gefasst. Der Schritt von Fingrid folgt dem, den die baltischen Staaten zuvor gemacht hatten. [Shutterstock/Christian Schwier]

Finnland hat beschlossen, die Übertragungskapazität der grenzüberschreitenden Verbindungen nach Russland einzuschränken, da es Cyberangriffe und andere Schikanen befürchtet, wenn es sich um die NATO-Mitgliedschaft bewirbt.

Der Beschluss trat am Sonntag (24. April) in Kraft und wurde vom Übertragungsnetzbetreiber Fingrid, der sich zu 53 Prozent in Staatsbesitz und zu 47 Prozent im Besitz von Finanzinstituten befindet, gefasst. Der Schritt von Fingrid folgt dem einer ähnlichen Entscheidung der baltischen Staaten.

Der Netzbetreiber behauptete, die Einschränkung beruhe auf einer eigenen Analyse und habe keinen politischen Hintergrund. Der finnische Sicherheits- und Nachrichtendienst (SUPO) hat jedoch ebenfalls zu Vorbereitungen auf mögliche russische Hybridoperationen aufgerufen.

Die Importkapazität der Fingrid-Verbindungen wird ab Sonntag (24. April) maximal 900 MW statt der bisherigen 1.300 MW betragen. Die Exportkapazität von Finnland nach Russland wird unverändert bei 320 Megawatt bleiben.

Nach Angaben von Energy Finland stammten 2021 etwa 10 Prozent des in Finnland verbrauchten Stroms aus Russland. Eine Beendigung der Energieimporte aus Russland werde das Stromsystem aber nicht gefährden. Das kürzlich fertig gestellte Kernkraftwerk Olkiluoto3 werde die Eigenversorgung des Landes erheblich verbessern.

Auch die kommende Übertragungsverbindung zwischen Nordschweden und Nordfinnland soll die Systemsicherheit verbessern.

Subscribe to our newsletters

Subscribe