Familiennachzug: bereits 28.000 Anträge eingegangen

Ab August dürfen monatlich 1000 enge Angehörige subsidär Asylberechtigter nach Deutschland kommen. [Giovannis Papanikos/ Shutterstock]

Es sollen nur 1000 Menschen pro Monat sein, dennoch wurde bereits für 28.000 Angehörige subsidiär Schutzbedürftiger der Familiennachzug beantragt.

Ab dem 01. August soll der Familiennachzug bei Flüchtlingen mit eingeschränktem Schutzstatus in Deutschland wieder möglich sein. Bereits im Vorfeld verzeichnen die deutschen Botschaften dazu einen hohen Andrang: Allein den Vertretungen rund um Syrien – also in der Türkei, in Jordanien, im Libanon und im Nordirak – lägen bereits 28.000 Terminwünsche von Angehörigen in Deutschland lebender Flüchtlinge vor, berichtete die „Rheinische Post“ am Dienstag unter Berufung auf das Auswärtige Amt.

Flüchtlinge mit dem eingeschränkten subsidiären Schutz können ab August wieder ihre sogenannte Kernfamilie nachholen – allerdings gilt dies nur für höchstens 1000 nachreisende Angehörige pro Monat.

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Der Familiennachzug für Flüchtlinge mit einem regulären Schutzstatus sei derweil gesunken, berichtete die „Rheinische Post“ weiter. Im ersten Halbjahr 2018 wurden für Angehörige von Flüchtlingen aus den Hauptherkunftsländern Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Eritrea und Jemen nach Angaben des Auswärtigen Amts 18.451 Visa erteilt. Das sind deutlich weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im ersten Halbjahr 2017 erhielten aus diesen Ländern 31.247 Menschen im Rahmen des Familiennachzugs ein Visum. Im gesamten Jahr 2017 waren es 54.307 Visa für die Hauptherkunftsländer.

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