EU einigt sich auf verschärfte Kontrollen an den Außengrenzen

Die EU-Außengrenzen sollen künftig stärker überwacht werden.

Angesichts wachsender Terrorbedrohung hat sich die EU auf verschärfte Kontrollen an den Außengrenzen der Union verständigt.

Das Europaparlament und die Mitgliedstaaten einigten sich gestern auf systematische Kontrollen aller Reisenden. Damit sollen auch EU-Bürger bei der Einreise in die Europäische Union künftig überprüft und ihre Daten mit nationalen und internationalen Datenbanken der Sicherheitsbehörden abgeglichen werden. Die nach den Terroranschlägen von Paris im November 2015 erarbeitete Änderung sei „ein weiterer entscheidender Schritt“, um die Sicherheit der Bürger in Europa und gleichzeitig die Reisefreiheit ohne Kontrollen innerhalb
des Schengenraumes zu gewährleisten, erklärte EU-Innenkommissar Avramopoulos. Die Vereinbarung vom Montag muss nun noch formal durch Parlament und Mitgliedstaaten bestätigt werden.

Schengen-Retter mit weitreichenden Eingriffsbefugnissen

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