EU zählt 2016 deutlich weniger Migranten auf Mittelmeerrouten

Den Rückgang der Zahlen führt die Grenzkontroll-Agentur Frontex auf das EU-Türkei-Abkommen zurück. [Ann Wuyts / Flickr]

Über die beiden wichtigsten Mittelmeerrouten sind nach Erkenntnissen von EU-Grenzschützern 2016 deutlich weniger Migranten nach Europa gekommen als im Jahr zuvor.

Die Zahl sei um zwei Drittel auf 364.000 zurückgegangen, teilte die Behörde Frontex am Freitag mit. Während die Zahl der Neuankömmlinge auf den griechischen Inseln und dem Festland um 79 Prozent zurückging, wurden in Italien so viele Einwanderer wie nie zuvor gezählt. Die Zahl sei um fast ein Fünftel auf 181.000 gestiegen.

Den Rückgang in Griechenland führte Frontex auf das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei sowie auf verstärkte Grenzkontrollen in den Balkanstaaten zurück. In Italien werde dagegen der wachsende Migrationsdruck aus Afrika spürbar. Auf dieser Route kämen die meisten Einwanderer aus Nigeria, gefolgt von Eritrea und Guinea. In Griechenland seien es dagegen nach wie vor Migranten aus Syrien, Afghanistan und dem Irak.

 

Renzi: "Wer Mauern gegen Flüchtlinge errichtet, kann "das italienische Geld vergessen"

Italiens Regierungschef Matteo Renzi ist über die Verweigerungshaltung anderer EU-Staaten erzürnt, Flüchtlinge aufzunehmen - und droht mit einem Veto gegen den EU-Haushalt.

Flüchtlinge: Deutschland darf Grenze weiter kontrollieren

Die EU-Kommission empfiehlt eine Verlängerung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum - und folgt damit dem Wunsch Deutschlands. EURACTIVs Medienpartner "Der Tagesspiegel" berichtet.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.