EU verhängt Strafzölle auf Aluminiumimporte aus China

Ein Mann rastet auf einem Markt im chinesischen Shenyang. [MARK/EPA]

Die EU hat bestimmte Aluminiumimporte aus China mit Strafzöllen belegt. Die Aufschläge zwischen 19 und 47 Prozent auf flachgewalzte Aluminiumprodukte gelten ab Dienstag, wie am Montag im Amtsblatt der EU angekündigt wurde.

Demnach hatte eine Untersuchung der EU-Kommission ergeben, dass diese Produkte zu künstlich niedrigen Preisen in Europa verkauft werden.

Europäische Aluminiumhersteller hatten sich in Brüssel beschwert, sie würden von billigen chinesischen Importen vom Markt gedrängt. China wird immer wieder vorgeworfen, Überkapazitäten im staatlich geförderten Stahl- und Aluminiumsektor gezielt herbeizuführen.

Streit um chinesische Uni in Ungarn

Budapests grüner Oberbürgermeister Gergely Karácsony hat am Montag damit gedroht, die Leichtathletik-WM 2023 in der ungarischen Hauptstadt abzusagen, wenn sich die Regierung für den Bau eines chinesischen Universitätscampus anstelle der geplanten „Student City“ entscheidet.

In den vergangenen zehn Jahren hatte dies zu einer ganzen Reihe gegenseitiger Importbeschränkungen geführt. Bemühungen, eine globale Verhandlungslösung für die chinesische Überproduktion im Metallsektor zu finden, schlugen fehl. Der Konflikt ist auch Hintergrund des US-Handelsstreits mit Peking.

„Wir sind dankbar, dass die Kommission die notwendigen Schritte unternimmt, um unsere Industrie vor unlauterem Wettbewerb zu schützen“, sagte Gerd Goetz, Generaldirektor von European Aluminium, dem Verband, der hinter der Beschwerde steht.

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