EU setzt nach U-Boot-Streit auf Wiederannäherung bei Wirtschaftsgipfel mit den USA

"Freunde machen gelegentlich Fehler", aber das dürfe nicht "unser Urteilsvermögen darüber trüben, wo unsere strategische Bindung liegt", sagte EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis im Interview mit dem "Handelsblatt" und anderen Medien. Die USA und die EU seien "Alliierte, Partner und Freunde". [EPA/ OLIVIER HOSLET]

Die EU will nach dem U-Boot-Streit den für Mittwoch (29. September) geplanten Wirtschaftsgipfel mit den USA nutzen, um das transatlantische Verhältnis zu kitten.

„Freunde machen gelegentlich Fehler“, aber das dürfe nicht „unser Urteilsvermögen darüber trüben, wo unsere strategische Bindung liegt“, sagte EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis im Interview mit dem „Handelsblatt“ und anderen Medien. Die USA und die EU seien „Alliierte, Partner und Freunde“.

Wegen des U-Boot-Streits zwischen Frankreich, Australien und den USA stand das Auftakttreffen des neuen Handels- und Technologierats auf der Kippe. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte das Gesprächsformat bei einem Gipfel mit US-Präsident Joe Biden im Juni vereinbart, um Handelsstreitigkeiten schneller klären zu können.

Frankreich hatte nach dem Platzen eines milliardenschweren U-Boot-Geschäfts mit Australien wegen der neuen Indopazifik-Allianz um die USA einen Aufschub des Treffens in Pittsburgh ins Gespräch gebracht.

EU-Wettbewerbskommissarin Margarethe Vestager räumte in dem „Handelsblatt“-Interview ein, die vergangenen Tage seien „herausfordernd“ gewesen. Europa empfinde Solidarität mit Frankreich: „Aber wir sind auch davon überzeugt, dass das Treffen ein sehr gutes Signal ist.“

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