EU schickt Löschflugzeuge in Waldbrandgebiete in der Türkei

Angesichts der verheerenden Waldbrände in der Türkei hat die EU jetzt zur Hilfe Löschflugzeuge entsandt. EPA-EFE/ERDEM SAHIN

Im Kampf gegen die verheerenden Waldbrände bekommt die Türkei Hilfe von der EU. Außenminister Mevlüt Cavusoglu bedankte sich am Montag (2. August) für den Einsatz von drei Löschflugzeugen, die aus Spanien und Kroatien in die Waldbrandgebiete an der türkischen Mittelmeerküste verlegt wurden.

Auch in Griechenland kämpfte die Feuerwehr am Montag (2. August) weiter gegen zwei große Waldbrände auf der Insel Rhodos und auf dem Peloponnes. Wegen der extremen Hitze mit Temperaturen bis 45 Grad blieb die Waldbrandgefahr landesweit hoch.

Schon seit Tagen wüten in zahlreichen Urlaubsregionen am Mittelmeer verheerende Waldbrände, auch in Italien und Spanien. Besonders kritisch ist die Lage in der Türkei, wo inzwischen acht Menschen ums Leben gekommen sind.

Nach Angaben der Forstverwaltung wurden seit Mittwoch vergangener Woche landesweit 130 Brände registriert. Sieben dieser Brände, die meisten von ihnen nahe der Urlaubsorte Antalya und Marmaris an der Ägäis-Küste, waren demnach bis Montag (2. August) noch nicht gelöscht.

In Marmaris standen bewaldete Hügel außerhalb der Stadt in Flammen. „Das ist eine Katastrophe“, sagte der Einwohner Evran Ozkan, der als einer von vielen Freiwilligen der Feuerwehr hilft. An der Küste stehen schon Rettungsboote für Evakuierungen bereit. Die Rettungskräfte befürchten, dass sich die Feuer weiter ausbreiten und den Landweg nach Marmaris abschneiden könnten.

Mehr als 4000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Temperaturen um 40 Grad Celsius und starker Wind fachen die Flammen immer wieder an.

Schon am Sonntag (1. August) waren in der Südtürkei dutzende Dörfer und Hotels evakuiert worden. In Bodrum mussten nach Angaben des Bürgermeisters mehr als 1100 Menschen per Boot in Sicherheit gebracht werden, weil die Straßen nicht mehr befahrbar waren.

Für die Türkei sind es die schlimmsten Brände seit gut einem Jahrzehnt. Seit Jahresbeginn wurden nach Behördenangaben schon fast 95.000 Hektar Fläche durch Brände zerstört. In den Jahren 2008 bis 2020 waren es im selben Zeitraum durchschnittlich rund 13.000 Hektar. Der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenschutz, Janez Lenarcic, versicherte, in „dieser sehr schwierigen Zeit“ stehe die EU an der Seite der Türkei.

In Griechenland gerieten in der Region Achaia nahe der Hafenstadt Patras auf dem Peloponnes seit Samstag (31. Juli) mehr als 3000 Hektar Kiefern- und Olivenhaine in Brand, wie das Nationale Observatorium in Athen unter Berufung auf Satellitenbilder erklärte. Dutzende Häuser wurden zerstört, acht Menschen wurden mit Verbrennungen und Atemproblemen in Krankenhäuser eingeliefert.

Am Montag (2. August) war das Feuer immer noch nicht vollständig unter Kontrolle, wie die griechische Nachrichtenagentur Ana unter Berufung auf den Wetterdienst meldete.

Auf Rhodos kam die Feuerwehr, die nach Angaben des Zivilschutzes am Montag (2. August) mit vier Löschflugzeugen und -hubschraubern im Einsatz war, besser voran. Die Situation auf der Insel sei schon „viel besser“ als Sonntag (1. August), erklärte der Gouverneur der Region Südliche Ägäis, Giorgos Hatzimarkos. Am Sonntag (1. August) hatte die Feuerwehr das Tal der Schmetterlinge, ein beliebtes Ausflugsziel auf Rhodos, evakuiert. Nun sei das Feuer „fast unter Kontrolle“, erklärte der Gouverneur.

Trockenheit, starker Wind und Hitze lösen in Griechenland jeden Sommer Waldbrände aus. Seit einigen Tagen leidet das Land aber unter der schlimmsten Hitzewelle seit mehr als 30 Jahren, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Montag (2. August) sagte. Die Meteorologen sagten für Montag (2. August) Temperaturen von 40 bis 42 Grad auf den Inseln und 41 bis 43 Grad auf dem griechischen Festland voraus. Noch heißer sollte es demnach mit 44 bis 45 Grad auf dem Peloponnes und in Thessalien in Nordgriechenland werden.

Der Zivilschutz rief daher am Montag (2. August) für weite Teile des Landes eine sehr hohe Waldbrandgefahr aus – insbesondere in der Region um Athen, auf dem Peloponnes, auf Kreta und den Ägäis-Inseln.

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