EU-Sanktionen gegen russischen Geheimdienstchef wegen Attacke auf Bundestag

Der russische Präsident Vladimit Putin sieht sich derzeit mit mehreren EU-Sanktionen konfrontiert. [ALEXEI DRUZHININ / SPUTNIK / KRE / EPA]

Die Europäische Union hat Sanktionen gegen den Chef des russischen Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow, wegen eines Hacker-Angriffs auf den deutschen Bundestag 2015 verhängt.

Zudem wurde eine weitere Person mit Strafen belegt, die an der Attacke beteiligt gewesen sein soll, wie die EU in ihrem Amtsblatt am Donnerstag mitteilte. Im Mai 2015 war bekanntgeworden, dass sich Unbekannte Zugang zum Computernetz des Parlaments verschafft und über Wochen massenhaft Daten kopiert hatten.

Deutschlands zaghafte Härte gegen Russland: Ein Hauch von Strategie

Nach jahrelanger Balance zwischen Druck und Dialog gegenüber Russland wird Deutschland spürbar konfrontativer. Dieser Prozess begann schon vor einem Jahr mit dem Tiergartenmord. Noch fehlt Berlin aber eine Langzeit-Strategie.

Ein Jahr später machte der Bundesverfassungsschutz Russland hinter der Attacke aus. Das Parlament sei Opfer der Cyber-Kampagne “Sofacy” geworden, die vermutlich vom russischen Nachrichtendienst gesteuert werde, hieß es. Die Regierung in Moskau hat die Vorwürfe als abgedroschenen Versuch zurückgewiesen, Russland für Destabilisierung und Desinformation verantwortlich zu machen.

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