EU legt nach Friedensvereinbarung Treuhandfonds für Kolumbien auf

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos und seit kurzem Friedensnobelpreisträger.

Zur Unterstützung des Friedensschlusses der kolumbianischen Regierung mit den Farc-Rebellen hat die EU einen Treuhandfonds in Höhe von 95 Millionen Euro aufgelegt.

Die Vereinbarung wurde am Montag durch die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und den kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos unterzeichnet, der am Samstag mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden war.

„Frieden ist der Grundstein des europäischen Vorhabens“, sagte Mogherini. „Wir bleiben der Förderung des kolumbianischen Volkes in seinem Bemühen verpflichtet, einen stabilen und dauerhaften Frieden in dem Land zu erreichen.“ Santos sprach von „einem großen Moment“ in den Beziehungen zur EU. Der Großteil der Gelder solle in die ländliche Entwicklung und eine
Agrarreform fließen, kündigte er an.

Die Europäer hatten schon im Mai ein Paket von insgesamt 600 Millionen Euro für Kolumbien angekündigt. Rund 400 Millionen Euro sind Kredite der Europäischen Investitionsbank (EIB). An dem Treuhandfonds beteiligen sich nun 19 EU-Länder mit eigenen Beiträgen, darunter auch Deutschland mit 1,5 Millionen Euro. Der Großteil der Mittel kommt mit 72 Millionen Euro aus dem EU-Budget.