EU erhöht Nothilfen für Sudan

Europäische Union sagt dem Sudan mehr als hundert Millionen Euro Nothilfen zu. [Cliff/Flickr]

Die Europäische Union hat dem Krisenstaat Sudan mehr als hundert Millionen Euro an humanitärer Hilfe zugesagt.

Fast fünf Millionen Menschen seien dort auf Hilfe angewiesen, die Lage sei „kritisch“, sagte der
EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, am Montag bei einem Besuch in der Hauptstadt Khartum.

Von den insgesamt zugesagten 106 Millionen Euro sollten 46 Millionen etwa Essen, Bildung, Wasser und Gesundheit finanzieren. 60 Millionen Euro sollen Vertriebene und Migranten unterstützen.

Millionen Menschen seien in den vergangenen Jahren in der sudanesischen Krisenregion Darfur vertrieben worden, sagte Stylianides. Zudem suchten viele Vertriebene aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Südsudan Zuflucht im Sudan; auch sie sollen von der EU-Hilfe profitieren.

Die Vereinten Nationen hatten kürzlich mangelnde internationale Hilfsleistungen angesichts der Krise im Sudan beklagt. Von den notwendigen 684 Millionen Euro für das laufende Jahr seien bis Ende September nicht einmal 40 Prozent zusammengekommen. Laut UNO führte das zur Schließung dutzender Gesundheitseinrichtungen in Konfliktregionen wie Darfur, Blauer Nil und Süd-Kordofan.

Positionen

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