EU-Außenbeauftragter fordert „sofortige Freilassung“ von Oppositionellen in Belarus

Josep Borrell: "Wir müssen die kommenden Wochen nutzen, um uns auf gemeinsame Prioritäten zu einigen, die uns auf unsere Zusammenarbeit für das kommende Jahrzehnt vorbereiten." [EPA-EFE/OLIVIER MATTHYS]

Nach der mutmaßlichen Festnahme der belarussischen Oppositionellen Maria Kolesnikowa hat der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell die belarussischen Behörden aufgefordert, politische Gegner „unverzüglich freizulassen“.

Die Europäische Union erwarte „die sofortige Freilassung aller Personen, die vor und nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen am 9. August aus politischen Gründen inhaftiert wurden“, erklärte Borrell am Montag.

Belarussische Oppositionspolitikerin Kolesnikowa festgenommen

Die belarussische Oppositionsaktivistin Maria Kolesnikowa ist nach Angaben ihrer Unterstützer am Montag festgenommen worden. 

Kolesnikowa soll nach Angaben des von der Opposition gegründeten Koordinierungsrats am Montagmorgen zusammen mit einem Sprecher und einem Mitarbeiter „von Unbekannten im Zentrum von Minsk entführt“ worden sein. Ihr Verschwinden sowie mehr als 630 Festnahmen bei erneuten Massenprotesten gegen Staatschef Alexander Lukaschenko am Wochenende riefen international Empörung hervor.

Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August demonstrieren die Menschen in Belarus gegen den seit 26 Jahren autoritär regierenden Lukaschenko. Sie werfen der Regierung massiven Betrug bei der Wahl vor, die Lukaschenko nach offiziellen Angaben mit 80 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. Dabei lassen sie sich auch von der Gewalt der Sicherheitskräfte nicht abschrecken.

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