EU-Außenbeauftragter Borrell reist zu Gesprächen nach Ankara

Josip Borrell bei einer Konferenz zur Zukunft in Syrien, wo die Türkei aktiv eingreift. [Virginia Mayo / POOL / EPA]

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell reist am Montag vor dem Hintergrund großer Spannungen zwischen der Türkei und Frankreich nach Ankara.

Zwischen den beiden Nato-Verbündeten ist ein offener Streit wegen der türkischen Rolle im Bürgerkriegsland Libyen entbrannt. Ankara steht im Libyen-Konflikt an der Seite der von der UNO anerkannten Einheitsregierung in Tripolis. Die Türkei wirft Frankreich vor, den abtrünnigen libyschen General Chalifa Haftar zu unterstützen, was Paris dementiert.

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Türkischer Invasion in die Kurdenregion fehle „völkerrechtliche Legitimation“. Berlins Entwicklungsministerium will in Nordsyrien wegen Covid-19 helfen.

Zudem wirft Frankreich der Türkei vor, eine seiner Fregatten bei der Kontrolle der Einhaltung des UN-Waffenembargos gegen Libyen behindert zu haben. Ein weiterer gewichtiger Streitpunkt sind türkische Bohrungen nach Öl und Gas in der maritimen Wirtschaftszone des EU-Mitglieds Zypern.

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