EU-Abgeordneter: Trumps Präsidentschaft „exzellent“ für Lateinamerika-Beziehung

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Der Europaabgeordnete Ramón Jáuregui (S&D). [European Parliament]

Donald Trumps anstehende Präsidentschaft sei eine „exzellente Gelegenheit“ für die EU, ihre Beziehungen mit Lateinamerika zu vertiefen, betont Ramón Jáuregui, Parlamentsmitglied der Sozialisten und Demokraten (S&D). EURACTIV Spanien berichtet.

In einem Brief wandte sich der Europaabgeordnete Ramón Jáuregui (S&D), Vorsitzender der Lateinamerika-Delegation des EU-Parlaments (DLAT), an die Außenbeauftragte der EU, Federica Mogherini. Darin fordert er Brüssel auf, Donald Trumps womöglich „nationalistischen und protektionistischen“ Ansatz als Chance zu verstehen, eine solide Politik mit Lateinamerika zu entwickeln.

Freihandelsabkommen: Neue Gespräche mit Mercosur

Die EU und der Mercosur-Block könnten bald ein Freihandelsabkommen abschließen, so der argentinische Handelsminister Miguel Braun. Nach dem Brexit sei auch ein separater Deal mit Großbritannien denkbar. EURACTIV Brüssel berichtet.

„Die EU wäre in der richtigen Position, um das entstehende Vakuum zu nutzen und auszufüllen, indem sie die politischen, kommerziellen, entwicklungspolitischen und sozialen Säulen ihrer strategischen Partnerschaft mit Lateinamerika und der Karibik stärkt“,  meint Jáuregui, Mitglied der spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE). Insbesondere drängt er die EU, bald ihre Verhandlungen über mögliche Assoziierungsabkommen mit vier lateinamerikanischen Ländern abzuschließen: Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Außerdem müsse man das gesamte Abkommen mit Mexiko überarbeiten und den Reformprozess des Chile-Deals beginnen.

Laut Jáuregui sollte die EU darüber hinaus ihre geplanten Assoziierungsabkommen mit sechs mittelamerikanischen Ländern ratifizieren: Panama, Costa Rica, Guatemala, den Honduras, El Salvador und Nicaragua. Man müsse den provisorischen Status dieser Vereinbarungen beenden und sie vollständig umsetzen. Die Beziehungen zu Kuba, welche vergangene Woche neuen Schwung erhielten, sollten seiner Meinung nach ebenfalls schneller vorangetrieben werden.

Zu guter Letzt empfiehlt der Abgeordnete der EU, den laufenden Friedensprozess in Kolumbien zu unterstützen und die eigene Präsenz in dem lateinamerikanischen Staat zu stärken.

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