Dänemark verstärkt militärische Präsenz im Baltikum

Die dänische Premierministerin Mette Frederiksen besucht Truppen auf dem Armeestützpunkt Tapa in Estland. [EPA-EFE/Mads Claus Rasmussen]

Inmitten der laufenden Gespräche zwischen der NATO und Russland will Dänemark seine militärische Präsenz im Ostseeraum zu verstärken, um ein Zeichen der Unterstützung gegen das aggressive Verhalten Russlands zu setzen.

Nach Beratungen mit dem außenpolitischen Ausschuss des Landes hat die dänische Regierung am 10. Januar beschlossen, die Fregatte Peter Willemoes mit 160 Soldat:innen, vier F-16-Kampfflugzeugen und 70 Soldaten in die baltische Region zu entsenden.

Die Kampfflugzeuge werden im Januar in Litauen eintreffen und dort unter dem Kommando der NATO eingesetzt werden. Die Fregatte soll für Patrouillenfahrten verwendet werden. Sowohl die Fregatte als auch die Kampfflugzeuge werden mindestens drei Monate lang in dem Gebiet bleiben.

„Dies sendet ein starkes Signal dafür, dass Dänemark Mitverantwortung für die kollektive Sicherheit des Bündnisses übernimmt. Wir sind gemeinsam mit der NATO zu einem konstruktiven Dialog mit Russland bereit, um mögliche diplomatische Lösungen zu finden, aber wir müssen unsere Vorsichtsmaßnahmen treffen“, sagte der dänische Außenminister Jeppe Kofod in der Pressemitteilung des Verteidigungsministeriums.

Das Verteidigungsministerium hat die baltische Region zuvor als Dänemarks „eigenen Hinterhof“ bezeichnet, der eine der „größten Herausforderungen“ für die Sicherheit des Landes darstellt. Dänemark hat im Rahmen der erweiterten NATO-Verteidigung rund 200 Truppen in Estland stationiert.

Im Interview mit ERR News begrüßte der estnische Verteidigungsminister Kalle Laanet das schnelle Ergebnis der im Dezember aufgenommenen Verhandlungen.

„Dies ist eine äußerst starke Abschreckungsbotschaft an Russland, die zeigt, dass wir geeint sind. […] Wenn es Russlands Hauptziel ist, Verbündete zu spalten, dann zeigt das, was Dänemark mit seinen heutigen Entscheidungen getan hat, dass es in Wirklichkeit einen Trend zur Stärkung der Verbündeten gibt“, so Laanet.

Der Verteidigungsminister teilte außerdem mit, dass derzeit Gespräche über eine Verstärkung der Ressourcen für die verstärkte Vorwärtspräsenz (eFP) der NATO in den baltischen Staaten und Polen geführt werden.

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