Bulgarischer Verteidigungsminister gegen NATO-Truppen im Land

Bulgariens Verteidigungsminister Stefan Yanev. [EPA-EFE/ VASIL DONEV]

Bulgariens Verteidigungsminister Stefan Yanev ist gegen die Stationierung von NATO-Truppen in Bulgarien. Das Bündnis erörtert verschiedene Optionen, um auf zunehmende Aggressionen Russlands zu reagieren. Die Stationierung weiterer Truppen in Bulgarien und Rumänien würde laut Yanev die Spannungen nur verschärfen.

„Die derzeitige Zunahme der militärischen Kapazitäten Russlands und der Aktivitäten an der Ostflanke der NATO sind Umstände, die nicht nur berücksichtigt, sondern auch mit besonderer Sorgfalt beobachtet werden müssen. Diese Prozesse machen ein einheitliches Vorgehen der NATO erforderlich, ohne jedoch zu einer unnötigen Eskalation der Spannungen zu führen“, schrieb Janew auf Facebook.

„Ich bin der Meinung, dass eine solche Debatte oder ein solcher Ansatz zu einer unerwünschten Verschärfung der Spannungen in der Region führen kann. Außerdem gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, die beobachteten Prozesse als direkte Bedrohung für das Bündnis und die betreffende Sicherheitszone zu betrachten“, sagte der Minister.

Stefan Yanev glaubt nicht, dass „es die notwendigen Umstände gibt, die eine Entscheidung über die Stationierung zusätzlicher Truppen auf unserem Territorium rechtfertigen können“.

„Eine solche Entscheidung würde weder den Interessen der Union noch dem nationalen Interesse Bulgariens entsprechen“, fügte er hinzu.

Im November verkündigten die NATO und die Vereinigten Staaten, dass Russland für jede neue militärische Aggression gegen die Ukraine einen hohen Preis zahlen würde. Moskau hat die Behauptungen der Ukraine zurückgewiesen, sich auf einen Angriff vorzubereiten.

Der Kreml erklärte, er bedrohe niemanden und verteidigte sein Recht, Truppen auf seinem eigenen Territorium zu stationieren, wie es ihm beliebt.

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