Bombenalarm in über 100 Schulen in Belgrad

Am Montagmorgen (16. Mai) erhielten über 100 Schulen in der serbischen Hauptstadt Meldungen über angebliche Bomben in ihren Gebäuden. [Shutterstock/Alex Linch]

Über 100 Schulen in der serbischen Hauptstadt erhielten am Montagmorgen (16. Mai) Meldungen über angebliche Bomben in ihren Gebäuden.

Nach Angaben des Innenministeriums erhielten 97 Grundschulen und mehrere Gymnasien Bombendrohungen, die inzwischen überprüft wurden und sich als falsch erwiesen haben. Der Schulbetrieb ist inzwischen wieder aufgenommen worden.

Das Bildungsministerium bestätigte, dass Dutzende von Schulen in der serbischen Hauptstadt Belgrad evakuiert wurden. In einer Pressemitteilung heißt es weiter, die Polizei habe 97 Schulen durchsucht und keine Sprengsätze gefunden. Das Ministerium fügte hinzu, dass die fingierten Bombendrohungen bereits um 6:15 Uhr verschickt wurden.

Der Beogradjanka-Wolkenkratzer in der Belgrader Innenstadt wurde ebenfalls evakuiert, während Polizei und Feuerwehr ihn durchsuchten. Das 23 Stockwerke hohe Gebäude beherbergt Geschäfte und Büros.

Das Sicherheitspersonal teilte dem Fernsehsender N1 mit, dass die Bombendrohung an eine Privatschule in dem Gebäude gerichtet war und eine Evakuierung erzwungen wurde. Auch das Belgrader Wasserwerk erhielt Drohungen.

Selbst Journalisten der Nachrichtenagentur Beta verließen vorübergehend das Gebäude, nachdem eine Schule ein Stockwerk tiefer eine Drohung erhalten hatte.

Unbestätigten Medienberichten zufolge gab es auch Drohungen, dass Sprengsätze auf Brücken und in Einkaufszentren in Belgrad platziert worden seien.

Falsche Bombendrohungen in öffentlichen Gebäuden, Einkaufszentren und auf öffentlichen Plätzen haben sich in Serbien in den letzten Wochen gehäuft.

Der Flughafen in der südlichen Stadt Niš erhielt am Montag (16. Mai) eine Drohung, während zwei Tage zuvor sowohl der neue Belgrader Bahnhof als auch der Belgrader Zoo bedroht wurden.

In den letzten zwei Monaten waren auch die Flüge der serbischen Fluggesellschaft Air Serbia zwischen Belgrad und Moskau häufig Ziel solcher Drohungen.

Der Militäranalyst Aleksandar Radić sagte gegenüber Beta, dass die Drohungen gegen Air Serbia wahrscheinlich aus dem Ausland gekommen, die neuesten Drohungen aber höchstwahrscheinlich inländischen Ursprungs seien.

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