Auch Südkorea probt Raketen

Auch aus den USA kommen zaghafte Entspannungssignale Richtung Pjöngjang. [fljckr/Flickr]

Als Reaktion auf den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas hat Südkorea am Sonntag eine Raketen-Übung gestartet.

Die südkoreanische Armee habe einen Angriff auf das Atomgelände des nördlichen Nachbarn simuliert, wobei auf „bestimmte Ziele“ im Meer geschossen worden sei, teilte der südkoreanische Generalstab nach Angaben der amtlichen Agentur Yonhap mit. Die Übung sei eine „Antwort auf den sechsten Atomtest des Nordens“, es seien ballistische Hyunmoo-Raketen und Kampfjets vom Typ F-15k zum Einsatz gekommen.

USA drohen Nordkorea mit Militäreinsatz

Die USA haben nach dem bislang stärksten Atomtest Nordkoreas eine “massive militärische Antwort” auf eine Bedrohung angekündigt.

Offenbar treibt Südkorea die Installation eines US-Raketenabwehrsystems voran. Insidern zufolge wird das Umweltministerium in Seoul kurzfristig eine Studie über die Auswirkungen des Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) auf die Umwelt absegnen. Dazu werde es am heutigen Montag um 15.30 Uhr (Ortszeit, entspricht 08.30 Uhr MESZ) eine Stellungnahme geben.

Präsident Moon Jaeh In hatte im Juni den Aufbau des THAAD-Systems unterbrochen, um die Umweltauswirkungen überprüfen zu lassen. Russland und China haben die Stationierung kritisiert und erklärt, die Anlage stelle eine Bedrohung des strategischen Gleichgewichts in der Region dar.

Mit seinem bislang stärksten Atomtest hatte Nordkorea am Sonntag die Weltgemeinschaft schockiert. Das nordkoreanische Staatsfernsehen meldete die „erfolgreiche“ Zündung einer Wasserstoffbombe von „beispielloser Kraft“. Der südkoreanische Raketentest gilt als Reaktion auf die Provokation aus Pjöngjang.

US-Verteidigungsminister James Mattis drohte gegenüber Nordkorea mit einer „massiven militärischen Reaktion“ im Falle einer Bedrohung durch Pjöngjang. US-Präsident Donald Trump erklärte die „Besänftigungspolitik“ gegenüber Nordkorea für gescheitert.

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