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20/01/2017

64 von 66.400 Menschen: Verteilung von Flüchtlingen aus Griechenland stockt

EU-Außenpolitik

64 von 66.400 Menschen: Verteilung von Flüchtlingen aus Griechenland stockt

Die Verteilung von Flüchtlingen aus Griechenland in EU-Staaten kommt nicht voran.

[Ann Wuyts/Flickr]

66.400 Flüchtlinge will die EU auf die Mitgliedsstaaten verteilen. Doch bislang sind nur 64 Asylbewerber umgesiedelt worden. In Griechenland gab es im November rund 108.000 illegale Grenzübertritte.

Die Verteilung von Flüchtlingen aus Griechenland in andere EU-Staaten kommt kaum voran.

Bisher seien 64 Asylbewerber von dort umgesiedelt worden, teilte die EU-Kommission am Dienstag mit. Vorgesehen ist laut EU-Beschluss die Verteilung von 66.400 Personen, um Griechenland zu entlasten. Von den 28 EU-Mitgliedstaaten haben bisher neun Länder der Regierung in Athen die Aufnahme von Flüchtlingen angeboten.

Aber auch die Neuankömmlinge scheinen das Vorhaben nur zögerlich anzunehmen: So wurden bisher 370 Wünsche zur Umsiedlung registriert, während die EU-Grenzschutzagentur Frontex allein für November 108.000 illegale Grenzübertritte in Griechenland meldete. Von den fünf geplanten Erstaufnahmezentren (Hotspots) auf griechischen Inseln ist bisher nur das auf Lesbos in Betrieb. Auf dem CDU-Parteitag hatte sich Kanzlerin Angela Merkel überzeugt gezeigt, dass es in der Flüchtlingskrise nur eine EU-Lösung geben könne.