Der Ausgang der Präsidentenstichwahl zwischen dem aus dem Amt
scheidenden Ministerpräsidenten Adrian Nastase
und Oppositionsführer Basescu ist offen. Die Kandidaten können
auf nicht mehr als einen hauchdünnen Vorsprung hoffen.
Erste Prognosen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der am
12. Dezember stattfindenden Präsidentenwahl zwischen dem aus dem
Amt scheidenden Ministerpräsidenten Adrian Nastase
und Oppositionsführer Basescu hin. Nach Angaben der Zentralen
Wahlkommission Rumäniens lag die Wahlbeteiligung bei rund 53
Prozent. Das amtliche Endergebnis wird voraussichtlich am 13.
Dezember bekannt gegeben.
Der Sozialdemokrat Nastase war am 28. November mit 41 Prozent
als Sieger aus dem ersten Wahlgang hervorgegangen. Mit mehr
als 50 Prozent hätte er die Wahl direkt gewonnen. Sein Rivale, der
Zentrumsdemokrat Basescu, erhielt 34 Prozent der Stimmen.
Die Europäische Union hat die Stichwahl aufgrund von
Betrugsvorwürfen bei der ersten Runde der Präsidentenwahl und bei
der Parlamentswahl, die beide am 28. November stattgefunden hatten,
mit wachem Auge verfolgt (siehe auch EURACTIV 2 Dezember 2004).
Der Sieger der Wahl um das wichtigste Amt Rumäniens wird das
Land voraussichtlich in die Europäische Union führen. Nachdem die
Beitrittsverhandlungen mit der EU in der letzten Woche
abgeschlossen werden konnten, wird der Ausgang der Wahl vermutlich
keinen Einfluss auf den Weg Rumäniens in die EU haben. Der Beitritt
ist für den 1. Januar 2007 vorgesehen. Am 14. Dezember werden die
EU-Außenminister dies voraussichtlich bestätigen. Anschließend soll
der Europäische Rat auf seinem Gipfel vom 16. bis 17. Dezember
dem Fahrplan offiziell zustimmen.

