"Serbien ist in die letzte Phase der Beziehungen mit der Europäischen Union eingetreten, bevor es die volle Mitgliedschaft erlangt", sagte EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle bei seinem Besuch in Belgrad. Er gratulierte der serbischen Regierung zur Aufnahme der Beitrittverhandlungen, die die EU-Staaten beim Europäischen Gipfel in Juni beschlossen hatten.
Entscheidend für diesen Erfolg war die im April getroffene Vereinbarungen zwischen Serbien und Kosovo, die im Mai durch einen Aktionsplan ergänzt wurde. Seitdem streiten und ringen Serbien und Kosovo um die Details bei der konkreten Umsetzung.
"Der Verhandlungsprozess, der bald beginnen wird, wird einige Jahre dauern", sagte Füle. Der Erweiterungskommissar kündigte an, dass er den Mitgliedsstaaten nächste Woche den Entwurf des Verhandlungsrahmens der Beitrittsverhandlungen vorstellen werde. "Nach den Diskussionen sollte dieser Verhandlungsrahmen mit Blick darauf verabschiedet werden, dass die erste Beitrittskonferenz mit Serbien allerspätestens im Januar 2014 stattfinden wird", so Füle.
Serbien müsse nun folgende Schritte unternehmen:
– Ernennung des Chefunterhändlers für die Beitrittsverhandlungen und Etablierung der notwendigen Strukturen für den Prozess der Beitrittsverhandlungen;
– Die bisher angestoßenen Reformen nachhaltig wirken lassen, die im Dialog mit Pristina getroffenen Vereinbarungen umsetzen, die dauerhafte Aussöhnung in der Region vorantrieben.
mka
