Am 21. Mai werden die Montenegriner in einem Referendum entscheiden, ob sie sich von Serbien trennen und ihr Land somit der neueste unabhängige Staat Europas werden soll. Einigkeit herrscht nun auch darüber, unter welchen Bedingungen das Referendum Gültigkeit erlangt.
Das Referendum über die Unabhängigkeit Montenegros von Serbien wurde von Regierung und Opposition für den 21. Mai angesetzt, Laut einer Vereinbarung mit dem Parlament sollen die Lokalwahlen auf den Herbst 2006 verschoben und mit den Parlamentswahlen zusammenfallen.
In diesem Referendum werden die 640.000 Montenegriner entscheiden, ob sie sich von Serbien unabhängig erklären oder ob sie den drei Jahre alten Staatenbund beibehalten wollen. Ein „JA“ würde die Geburt eines neuen europäischen Staates bedeuten.
Damit das Referendum Gültigkeit erlangt, müssen mindestens 55 % der Wahlberechtigten an ihm teilnehmen. Hierauf haben sich alle Seiten geeinigt.
Der EU-Unterhändler Mirsolav Lajak sagte, dass die Verhandlungen über die Verfahrensregeln des Referendums das große Verantwortungsbewusstsein der montenegrinischen Behörden für ihr Land gezeigt hätten.
Laut einer kürzlich durchgeführten Meinungsumfrage sind ca. 41 % der Montenegriner für die Unabhängigkeit, während 32 % dagegen sind. Meinungsforscher rechnen mit einem knappen Ausgang des Referendums.
