Bei der am 28. November stattfindenden
Präsidentenwahl zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen
zwischen den Rivalen Adrian Nastase und Traian Basescu ab.
EURACTIVs rumänisches Partnerportal berichtet.
Die zwei aussichtsreichsten Anwärter auf das
Präsidentenamt sind der aus dem Amt scheidende
Ministerpräsident Adrian Nastase und der
Bürgermeister von Bukarest, Traian Basescu. Beide
sind starke Verfechter der EU-Mitgliedschaft ihres
Landes, die Frage ist nur, wer von den beiden das Land in
die EU führen wird.
Nastase, der Vorsitzende der regierenden
Sozialdemokratischen Partei (PSD), ist von seiner eigenen
Partei und der Humanistischen Partei (PUR) als Kandidat
aufgestellt worden. Nach einer von CURS
durchgeführten Umfrage, die am 22. November
veröffentlicht wurde, liegt die PSD-PUR-Koalition
derzeit mit 41 % in der Wählergunst vorne. 42 % der
Wähler würden Nastase direkt wählen. In
einer anderen Umfrage indes liegt Nastase 0,3 % hinter
seinem Rivalen. Der Kandidat der PSD für das Amt des
Ministerpräsidenten ist Mircea Geoana, der
derzeitige Außenminister des Landes.
Basescu, Vorsitzender der mitteorientierten
Demokratischen Partei (PD) ist von der aus PD und der
nationalliberalen Partei (PNL) bestehenden Allianz
für ‚Gerechtigkeit und Wahrheit‘ (DA) ins
Feld geschickt worden. Nach Umfragen von CURS würde
die Allianz derzeit 34 % der Wählerstimmen erhalten,
wobei 32 % der Wähler direkt für Basescu
stimmen würden. Die DA-Allianz würde den
Geschäftsmann und ehemaligen Minister Calin Popescu
Tariceanu für das Amt des Ministerpräsidenten
nominieren.
Insgesamt sind zwölf Kandidaten im Rennen um das
Amt des Präsidenten, dessen Amtszeit sich auf
fünf Jahre beläuft. Die Hälfte von ihnen
ist in der Öffentlichkeit kaum bekannt. Zu den
bekannteren Kandidaten gehören Corneliu Vadim Tudor,
der Vorsitzende der nationalistischen
Großrumänien-Partei (PRM) und Béla
Markó, der Vorsitzende der Demokratischen Allianz
der Ungarn in Rumänien (UDMR). Tudor dürfte
zwischen 9 und 15 % der Stimmen erhalten und Markó
voraussichtlich um die 4 %.
