„Enge, aber tiefe“ Kluft zwischen Serbien und Kosovo

EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hatte erneute Vermittlungsgespräche zwischen Serbien und Kosovo aufgenommen. Foto: dpa

Trotz Marathon-Sitzung: Die achte Runde des Dialogs zwischen Serbien und Kosovo ist ohne Ergebnis beendet worden.

Zwar sei eine Reihe von Vorschlägen auf den Tisch gelegt worden, die Kluft zwischen beiden Seiten sei jedoch "sehr eng, aber tief", sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Mittwoch (3. April) nach einer Marathon-Sitzung von über zwölf Stunden in Brüssel.

Es sei das letzte Mal, dass ein formelles Treffen stattfinde, so Ashton. Beide Seiten würden nun in ihren Hauptstädten ihre jeweiligen Kollegen konsultieren und in den nächsten Tagen die Außenbeauftragte von ihrer Entscheidung berichten.

Ashton hatte in den vergangenen Monaten bei den Gesprächen vermittelt. Insgesamt waren die Ministerpräsidenten Serbiens und Kosovos achtmal zusammengekommen. Ziel war es, die ethnische Spaltung des Kosovo in Albaner und Serben zu beenden und fünf Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo das Verhältnis beider Länder zu verbessern.

Serbien erkennt die Souveränität des Kosovo nicht an. 1999 hatte die Nato wegen des Kosovo-Konflikts Krieg gegen Serbien geführt, um die Tötung und Unterdrückung der albanischen Zivilisten zu beenden.

Serbiens Ministerpräsident Ivica Dacic gab sich zuversichtlich, dass es zu weiteren Gesprächen mit seinem Kollegen Hashim Thaci kommt.

EURACTIV/rtr

Links

EURACTIV Brüssel: Serbia-EU accession talks face "narrow but deep" Kosovo gap (3. April 2013)

EU: Statement by EU High Representative Catherine Ashton at the end of the 8th round of the EU-facilitated dialogue (3. April 2013)

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.