Weniger Lebensmittel-Abfälle im Kampf gegen den Hunger

Im Jahr 2050 werden über neun Milliarden Menschen auf unserem Planeten leben – sie zu ernähren eine Herausforderung. Unsere animierte Infografik zeigt, welchen Unterschied die Reduktion von Lebensmittel-Abfällen machen kann.

Die Verringerung von Nahrungsmittelverlusten und Abfällen kann dabei helfen, die Armut zu lindern. Gleichzeitig reduziert sie den Druck auf das Klima und die Wasserversorgung.

Nach UN-Schätzungen geht ein Drittel aller produzierten Nahrungsmittel verloren oder wird verschwendet. Doch wo und wie werden Lebensmittel verschwendet?

56 Prozent der Lebensmittel-Verschwendung tritt in den Industrieländern auf, zumeist beim Verzehr.

44 Prozent tritt in den Entwicklungsländern auf, zumeist im Produktions-, Lagerungs- und Bearbeitungsstadium

Nach Angaben des Weltressourceninstituts ist die Ermächtigung von Frauen sowohl auf Produktions- als auch auf Verbraucherebene ein guter Start. Frauen machen weltweit 41 Prozent der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft aus. Sie sind in beinahe 90 Prozent der Zeit für die Lebensmittel-Vorbereitung in den Haushalten verantwortlich.

Im Bearbeitungs- und Lagerungsstadium kann die Umsetzung kleiner technologischer Fortschritte ebenfalls einen Unterschied machen. Plastikaufbewahrungstaschen, kleine Metallsilos und Kunststoffkisten sind einige Beispiele dafür. Beim Verbrauch sind Programme für die Nahrungsmittelumverteilung oder Spendenprogramme und die Überdenkung von Portionsgrößen auch gute Methoden.

Sollte sich die Welt zu einer Senkung der weltweiten Lebensmittel-Abfälle um die Hälfte verpflichten, würde die Nahrungsmittelknappheit um rund 22 Prozent zurückgehen.

Die Kommission versprach für Europa bereits, die Lebensmittel-Abfälle des Kontinents bis 2020 um 50 Prozent zu senken. Doch NGOs fordern die EU dazu auf, diesen Plan als Hauptpriorität in ihre „Strategie zur Kreislaufwirtschaft“ aufzunehmen.

Subscribe to our newsletters

Subscribe