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Illegale Finanzströme und Entwicklungshilfe

Im Februar enthüllte ein Team von Journalisten ein von der Schweizer HSBC-Niederlassung eingesetztes Steuerhinterziehungssystem.

Das Recherche-Netzwerk hat eigenen Angaben zufolge einen als „SwissLeaks“ bekannten Datensatz aus den Jahren 2006 und 2007 intensiv ausgewertet, der mehr als 100.000 Kunden mit einem Einlage-Vermögen von rund 100 Milliarden Dollar umfasst haben soll. Mehr als 13 Milliarden US-Dollar davon kamen von etwa 7.500 Kunden aus Afrika.

Milliarden US-Dollar wurden dabei aus Ägypten, Südafrika und Marokko eingeschleust. Doch es kamen auch erhebliche Beträge aus ärmeren Ländern wie Eritrea, der Demokratischen Republik Kongo und Liberia.

Die neuesten Enthüllungen über Steuerhinterziehungen sind nur die Spitze des Eisbergs der illegalen Finanzströme (IFF).

Nach Schätzungen der UN kosten die IFF Afrika jedes Jahr rund 50 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als der Gesamtbetrag an Öffentlicher Entwicklungszusammenarbeit (ODA), den afrikanische Länder erhalten.

Der Betrag entspricht in einigen Ländern 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Wenn die illegalen Finanzströme eingedämmt würden, könnten die Länder ihre Entwicklungsziele erheblich schneller erreichen.

Die OECD und die G20-Gruppe treiben die Gespräche zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung voran. Sie planen einen automatischen Austausch von Steuerinformationen. Die Entwicklungsländer werden aber Unterstützung brauchen, bevor sie das Austauschsystem umsetzen können.

Links:

The International Consortium of Investigative Journalists – http://www.icij.org/project/swiss-leaks

United Nations Economic Commission for Africa – http://www.uneca.org/publications/illicit-financial-flow

EURACTIV – http://www.euractiv.de/sections/entwicklungspolitik/swiss-leaks-steuerhinterziehung-trifft-afrikanische-entwicklungslaender

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