Zusätzliche 45 Millionen Euro für die Zentralafrikanische Republik?

Mit bis zu 45 Millionen Euro will EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs die Zentralafrikanische Republik unter anderem bei Wahlen unterstützen. Foto: EC

Zur Stabilisierung der Zentralafrikanischen Republik will die EU-Kommission ihre Hilfe um 45 Millionen Euro aufstocken. Damit stiege die EU-Gesamthilfe für das Bürgerkriegsland auf rund 200 Millionen Euro an.

25 Millionen Euro stehen für die Internationale Unterstützungsmission in der Zentralafrikanischen Republik (MISCA) zur Verfügung, kündigte EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs heute Freitag an. Die Afrikanische Union (AU) müsse die Mittel nur beantragen. Weiteren 20 Millionen Euro könnten zur Unterstützung des Wahlprozess fließen. Die Ankündigung kommt im Vorfeld der Geberkonferenz in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, auf der Mittel für die MISCA mobilisiert werden sollten, teilt die EU-Kommission mit.

Eine internationale Unterstützungsmission in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) unter afrikanischer Führung soll den tatsächlichen Geldbedarf für den Truppenunterhalt und künftige freie und demokratische Wahlen ermitteln. Danach werde die EU die benötigten Finanzmittel bereitstellen.

Insgesamt hätte die EU damit seit Beginn der Krise rund 200 Millionen Euro für die ZAR gesprochen – "ein Beweis dafür, dass wir neben Entwicklungshilfe auch alle anderen verfügbaren Ressourcen mobilisieren, um die Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik zu unterstützen und ihre Sicherheit, die sich seit mehr als einem Jahr immer weiter verschlechtert hat, zu verbessern", erklärte Piebalgs.

Infolge der Gewaltausbrüche zwischen Christen und Muslimen im März 2013 ist die öffentliche Ordnung in dem afrikanischen Land zusammengebrochen. Fast eine Million Menschen wurden aus ihren Heimen vertrieben, die Hälfte davon allein in der Hauptstadt Bangui. Mehr als 245.000 Menschen aus der ZAR haben in den Nachbarländern Zuflucht gesucht.

Angesichts des dringenden humanitären Bedarfs kündigte Kommissar Piebalgs kürzlich außerdem die Bereitstellung von 10 Millionen Euro aus dem Europäischen Entwicklungsfonds für die humanitäre Hilfe an. Die EU war mit 76 Millionen Euro im Jahr 2013 der größte Geber von Soforthilfe für das Land.

pat

Links

EU-Kommission: EU kündigt neue Unterstützung für die Sicherheit und die Wahlen in der Zentralafrikanischen Republik an (31. Januar 2014)

EURACTIV.de
: EU schickt Soldaten nach Zentralafrika (21. Januar 2014)

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