Zahl der Ebola-Toten steigt auf über 8.000

Die Zahl der Ebola-Toten wächst weiter an. [DFID (CC BY 2.0)]

In Westafrika ist die Zahl der Ebola-Toten nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf 8.153 gestiegen. EU-Hilfskoordinator Christos Stylianides ist alarmiert.

Die Zahl der Ebola-Opfer steigt weiter an: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt 8.153 Tote.

In Sierra Leone sei in den vergangenen Tagen der größte Anstieg an Todesopfern registriert worden, teilte die WHO am Montag mit. Die Infizierten in Sierra Leone, Liberia und Guinea bezifferte die Organisation mit mehr als 20.600. Noch vor drei Tagen hatten die Behörden die Zahl der Ebola-Toten mit weniger als 8.000 angegeben. Experten bezweifeln allerdings die Zuverlässigkeit der amtlichen Daten und vermuten eine hohe Dunkelziffer.

EU-Hilfskoordinator Christos Stylianides forderte am Wochenende mehr Anstrengungen der Mitgliedsländer. „Wir sind an einem kritischen Punkt angekommen“, sagte Stylianides der „Welt“. „Die Bekämpfung von Ebola ist auch wichtig für die Sicherheit der Menschen in Europa.“ Die EU-Staaten müssten mehr tun. Nötig seien vor allem deutlich mehr medizinisches Personal und mehr Hilfszahlungen. Ein Mitglied eines südkoreanisches Helferteams im westafrikanischen Sierra Leone wurde am Samstag mit Ebola-Verdacht in die Sonderisolierstation der Berliner Charite gebracht. In einer Londoner Klinik kämpfte eine in dem westafrikanischen Land infizierte Krankenschwester um ihr Leben.

Stylianides warnte vor der Gefahr einer weiteren Mutation des oft tödlichen Ebola-Virus. „Wir müssen die Zahl der Ebola-Infektionen auf null runterbringen, sonst breitet sich die Krankheit aus, das Virus wird dann weiter mutieren und weiter töten“, sagte er.

Für Anfang des Jahres kündigte er eine internationale Ebola-Konferenz an. Dort solle über langfristige Strategien im Kampf gegen die Seuche, aber auch über konkrete Maßnahmen zur Hilfe der betroffenen Länder und Gemeinden beraten werden.

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