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24/01/2017

UNO vergibt erstmals Nelson-Mandela-Preis

Entwicklungspolitik

UNO vergibt erstmals Nelson-Mandela-Preis

Portugals Ex-Präsident Jorge Sampaio erhält den Nelson-Mandela-Preis.

[unaoc/Flickr]

Der frühere portugiesische Präsident Jorge Sampaio und die namibische Augenärztin Helena Ndume erhalten den Nelson-Mandela-Preis, den die Vereinten Nationen zum ersten Mal verleiht.

Der frühere portugiesische Präsident Jorge Sampaio und die namibische Augenärztin Helena Ndume sind mit dem Nelson-Mandela-Preis der UNO ausgezeichnet worden. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hatte den Preis 2014 ins Leben gerufen, nun wurde er zum ersten Mal vergeben. Erhalten sollen ihn die Preisträger bei einer Zeremonie am 24. Juli, wie die UNO mitteilte.

Mit dem Preis ehrt die UNO nicht nur Menschen, die für die Ideale der Vereinten Nationen eintreten, sondern erinnert auch an die Verdienste von Mandela, der 2013 gestorben war.
Sampaio werde als „anhaltender Unterstützer der portugiesischen Demokratie“ geehrt, hieß es. Er war in den 70er Jahren zu seinen Studienzeiten Demokratieaktivist und später Abgeordneter, Bürgermeister von Lissabon und schließlich von 1996 bis 2006 portugiesischer Präsident. Zuletzt war er unter anderem UN-Gesandter und setzte sich zudem dafür ein, dass junge Syrer trotz des Bürgerkriegs studieren können.

Die in Deutschland ausgebildete Ärztin Ndume setzte sich in den vergangenen Jahrzehnten dafür ein, dass Arme in Namibia kostenlose Augenoperationen erhalten. Auch in Angola eröffnete sie mehrere Spezialzentren für Augenkranke und arbeitete dort mit internationalen Organisationen zusammen.