Südafrika: EU unterstützt Infrastrukturentwicklung mit 100 Millionen Euro

"Die Verbesserung der Infrastrukturen ist entscheidend für die Entwicklung jedes Landes", sagt EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs. Foto: dpa

Südafrikas mangelnde Infrastrukturen ermöglichten den Menschen nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheit, Bildung und Arbeitsplätzen, sagt die EU-Kommission. Mit einem 100 Millionen Euro schweren Programm zur Unterstützung der Infrastrukturentwicklung will die EU das Land stärker auf Wachstumskurs bringen und den Handel in der Region ankurbeln.

Im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen der EU und Südafrika am 18. Juli in Pretoria (Südafrika) hat die EU für Südafrika und die Region ein mit 100 Millionen Euro ausgestattetes Programm zur Unterstützung der Infrastrukturentwicklung durch eine Mischung von Zuschüssen und Krediten verabschiedet.

Das Infrastrukturinvestitionsprogramm für Südafrika wird eingesetzt, um Investitionen von Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen in den Bereichen zu mobilisieren, die von dem Land selbst aufgrund eines dringenden Finanzierungsbedarfs ausgewählt wurden.

Mit den EU-Zuschüssen wird eine Reihe von Maßnahmen unterstützt, einschließlich technischer Hilfe für die Vorbereitung, Verwaltung und Durchführung von Projekten sowie direkter Zuschüsse zur Kofinanzierung der Investitionsausgaben für Infrastrukturprojekte. Dies ermöglicht beispielsweise eine Unterstützung von Projekten im südafrikanischen Energiesektor sowie von regionalen Straßen- und Eisenbahnprojekten mit dem Ziel, die Handelsmöglichkeiten zwischen Südafrika und seinen Nachbarn zu verbessern.

Der EU-Kommissar für Entwicklung Andris Piebalgs, der am Gipfeltreffen EU-Südafrika teilnimmt, erklärte: "Die Verbesserung der Infrastrukturen ist entscheidend für die Entwicklung jedes Landes. Südafrika ist hier im Rückstand, da seine mangelnden Infrastrukturen den Menschen nur eingeschränkten Zugang zu Gesundheit, Bildung und Arbeitsplätzen ermöglichen. Mit seinem innovativen Konzept wird unser neues Unterstützungsprogramm dabei helfen, den Handel in der Region erheblich anzukurbeln und das Land stärker auf Wachstumskurs zu bringen."

Das Programm soll außerdem zur Erhöhung der Infrastrukturinvestitionen in Südafrika und der ganzen Region beitragen, vor allem in den Bereichen Verkehr und Logistik, Energie, Wasser/Umwelt, Information, Kommunikation und Technologie sowie soziale Infrastruktur.

Im nationalen Entwicklungsplan Südafrikas, der die langfristigen Entwicklungsziele für das Land enthält, wird die Notwendigkeit hervorgehoben, die Infrastrukturen des Landes und der Region zu stärken, indem die Transportkosten gesenkt, die Schienen-, Straßen- und Hafennetze verbessert und die Energiequellen stärker diversifiziert werden.

Hintergrund

Das EU-Unterstützungsprogramm für Südafrika (2007-2013) mit dem übergeordneten Ziel der Verringerung von Armut und Ungleichheit ist mit 980 Mio. EUR ausgestattet. In diesem Rahmen finanziert die EU vielfältige Projekte — neben Aktivitäten in den eher traditionellen Entwicklungsbereichen Bildung und Gesundheit unterstützt sie Maßnahmen, die den Prioritäten der Regierung entsprechen, darunter Entwicklung junger Menschen, Schaffung von Arbeitsplätzen und nun Entwicklung der Infrastrukturen.

Das Infrastrukturinvestitionsprogramm für Südafrika wird in enger Zusammenarbeit zwischen der südafrikanischen Entwicklungsbank und den europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen durchgeführt, darunter die Europäische Investitionsbank (EIB), die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und die Agence Française de Développement (AFD).

dto

Links

EURACTIV Brüssel: EU pledges €100m infrastructure aid as South African summit opens (18. Juli 2013)

EU-Kommission: South Africa-EU Summit (16. Juli 2013)

EU-Kommission: EU-South Africa relations (16. Juli 2013)

EU-Kommission: EU unterstützt Infrastrukturentwicklung in Südafrika und der Region (17. Juli 2013) 

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