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17/01/2017

IWF: UN-Entwicklungsziele wegen Konjunkturschwäche in Gefahr

Entwicklungspolitik

IWF: UN-Entwicklungsziele wegen Konjunkturschwäche in Gefahr

Wegen der schwachen globalen Konjunkturaussichten sind nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen in Gefahr.

„Es wäre viel leichter, wenn sich das Wirtschaftswachstum in der Welt um die sechs Prozent bewegen würde“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Dienstag. Die Organisation wird ihre neuen Konjunkturprognosen im Oktober bekanntgeben.

Im Juli war der IWF von einem globalen Wachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr und 3,8 Prozent im nächsten Jahr ausgegangen. Grund für die Abwärtsrisiken seien die niedrigeren Rohstoffpreise, die erwartete US-Zinswende und eine Konjunkturabkühlung in China.

Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) hatten sich im August auf insgesamt 17 „nachhaltigen Entwicklungsziele“ geeinigt. Diese sollen bis 2030 umgesetzt werden. Die UN-Mitglieder sollen den Katalog im Rahmen ihrer Generaldebatte von 25. bis 27. September in New York beschließen.

Das erste Ziel ist ein Ende der Armut, die derzeit eine Milliarde Menschen weltweit betrifft. Auch soll niemand mehr hungern müssen und allen Menschen Zugang zu sauberem Wasser garantiert werden.