Bundesentwicklungsminister Müller: EU muss sich mehr für Flüchtlinge einsetzen

Bundesentwicklungminister Gerd Müller fordert mehr Einsatz der EU für Flüchtlinge. [© dpa]

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller hat bei einem Treffen mit Entwicklungskommissar Neven Mimica mehr Einsatz der EU-Staaten für die Situation von Flüchtlingen gefordert. Auch die Bekämpfung der Fluchtursachen sei unverzichtbar.

Der deutsche Entwicklungshilfeminister Gerd Müller hat von der EU mehr Einsatz für die Situation der Flüchtlinge weltweit verlangt. Bei einem Treffen mit dem neuen EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, Neven Mimica, am Donnerstag in Berlin, waren die Pläne der EU zur Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrisen und die Schwerpunkte im Europäischen Jahr für Entwicklung 2015 zentrale Gesprächspunkte.

„Das von der EU für dieses Jahr ausgerufene Europäische Jahr für Entwicklung muss Anlass sein, die europäische Entwicklungspolitik besser zu koordinieren“, sagte Müller. Ein gemeinsames Vorgehen bei der Bewältigung der aktuellen Flüchtlingskrisen und der Bekämpfung von Fluchtursachen sei unverzichtbar. „Wir brauchen hier gemeinsame Kraftanstrengungen der EU, aber auch aller Mitgliedstaaten“, so Müller.

Müller und der Kroate Mimica, der sein ein Amt am 1. November 2014 als Mitglied der neuen EU-Kommission unter Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker angetreten hat, hatten sich zuletzt am Rande der Dezembersitzung des Rates der EU-Entwicklungsminister in Brüssel getroffen. Dort hatte Müller verstärkte Anstrengungen der EU angesichts der aktuellen Flüchtlingskrisen gefordert und war damit auf breite Zustimmung gestoßen.

Treffen mit Jugendlichen der Kampagne Action/2015

Im Anschluss an das Gespräch in Berlin trafen Müller und Mimica Jugendliche, die sich in der Action/2015 Kampagne engagieren. Action/2015 ist ein globales Bündnis aus über Tausend zivilgesellschaftlichen Organisationen aus den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und Umwelt.

In diesem Jahr laufen die Milleniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen ab und sollen von neuen Nachhaltigkeitszielen für die Zeit bis 2030 abgelöst werden. Alle anwesenden Jugendlichen wurden im Jahr 2000 geboren, also in dem Geburtsjahr der Millenniumsentwicklungsziele.  

http://www.euractiv.de/sections/entwicklungspolitik/tausende-ngos-starten-action2015-kampagne-zur-bekaempfung-extremer

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