140 Millionen Euro für Guinea

Der guineische Minister für Wirtschaft und Finanzen, Kerfalla Yansané, und EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs nach der Unterzeichnung am Montag (27. Januar) in Brüssel. Foto: EC

Nach freien und fairen Wahlen in Guinea will die EU die Zusammenarbeit mit dem westafrikanischen Land wieder voll aufnehmen. Mit 140 Millionen Euro unterstützt sie Regierung und Infrastruktur.

Die EU-Kommission hat rund 140 Millionen Euro zur Finanzierung für mehrere Entwicklungsprojekte in der Republik Guinea freigegeben. EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs empfing am Montag (27. Januar) den guineischen Minister für Wirtschaft und Finanzen, Kerfalla Yansané, und unterzeichnete mit ihm ein entsprechendes Abkommen.

Die Mittel sollen die verantwortungsvolle Regierungsführung sowie die Achtung der Menschenrechte im westafrikanischen Lande verbessern, wie die Kommission mitteilte. Der Löwenanteil von 83 Millionen Euro soll jedoch dem Straßenverkehrssektor zugute kommen.

"Die Europäische Union sichert der Regierung von Guinea ihre Unterstützung bei der Rückkehr zu einem Weg des nachhaltigen und breitenwirksamen Wachstums zu. Der Nutzen der Projekte für die guineische Bevölkerung wird durch den Ausbau der nationalen Kapazitäten und einen partizipativen Ansatz gewährleistet", erklärte Piebalgs.

Guinea hielt am 28. September 2013 als frei und fair bewertete Wahlen ab. Damit ist der Weg frei für die uneingeschränkte Wiederaufnahme der Entwicklungszusammenarbeit mit der EU.  

Nach dem Staatsstreich vom Dezember 2008 war die Zusammenarbeit mit Guinea weitgehend ausgesetzt worden. Bereits nach den Präsidentschaftswahlen von 2010 fuhr die EU die Hilfe wieder schrittweise hoch, indem sie die verfügbaren Restmittel aus dem Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) und Nothilfemittel freigab.

pat

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EU-Kommission: 140 Millionen EUR für die Entwicklungszusammenarbeit mit Guinea (27. Januar 2014)

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