Vucic wirbt für LNG-Infrastruktur für den Balkan

Vučić betonte, dass das Projekt für die beteiligten Länder wichtig sei und dass sie weiterhin "aufeinander aufpassen" müssten. Außerdem seien diese Länder der EU, die einen großen Teil des Projekts finanziert hat, sehr verpflichtet, fügte er hinzu. [EPA-EFE/ANDREJ CUKIC]

Der Bau eines LNG-Terminals im griechischen Alexandroupoli sei wichtig „für die gesamte Region, den gesamten Balkan“, sagte Serbiens Präsident Aleksandar Vučić bei der Zeremonie zum Baubeginn.

Darüber hinaus räumte er ein, dass er selbst, wie viele andere auch, zuvor dem Projekt eher skeptisch gegenüberstand und geglaubt habe, dass es Jahre dauern würde, bis es fertiggestellt ist.

„Wenn ich jetzt sehe, was hier getan wurde, sind wir sehr dankbar und bereit, in Zukunft große Mengen an Gas abzunehmen“, sagte Vučić in einer Rede bei der Zeremonie, an der auch der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis und der Präsident des Europäischen Rates Charles Michel teilnahmen.

„Wir müssen die Gasinfrastruktur in unserem Land verbessern und Systeme für den Anschluss an unsere bulgarischen Freunde aufbauen, dann werden wir in der Lage sein, große Mengen an Gas abzunehmen“, fügte er hinzu.

Vučić betonte, dass das Projekt für die beteiligten Länder wichtig sei und dass sie weiterhin „aufeinander aufpassen“ müssten. Außerdem seien diese Länder der EU, die einen großen Teil des Projekts finanziert hat, sehr verpflichtet, fügte er hinzu.

Der serbische Präsident teilte zudem serbischen Reporter:innen mit, dass er die Oppositionsparteien für ihre Haltung bezüglich der Verhängung von Sanktionen gegen Russland respektiere, es aber unfair sei, dass sie diese Überzeugungen nicht vor den Wahlen geäußert hätten.

Vučić verriet nicht, welche Haltung Serbien in dieser Frage einnehmen werde. Allerdings war Serbien unter Vucic bisher eher russlandfreundlich, hatte beispielsweise die Sputnik-Impfungen aus dem Kreml angenommen.

„Es scheint, dass wir die einzigen waren, die verantwortlich waren und dass ich der einzige war, der das Volk nicht belogen hat und der sich von den Interessen Serbiens leiten ließ“, sagte Vučić.

Er sagte weiter, dass er vor seiner für den 4. Mai geplanten Reise nach Berlin „nervös“ gewesen sei, da er nicht erwartet hatte, dass die Gespräche mit Bundeskanzler Olaf Scholz „einfach sein würden.“

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