Niederlande setzen auf Kohle, um Gas zu sparen

Nach der Ankündigung von Gazprom, die Gaslieferungen über die Nord Stream 1-Pipeline zu reduzieren, kündigte die niederländische Regierung an, sich auf Kohlekraftwerke zu konzentrieren, um Gas zu speichern, das im Winter für die Haushalte verwendet werden kann. [Shutterstock/Rudmer Zwerver]

Die Niederlande wollen in den kommenden Monaten Kohlekraftwerke betreiben, um Gas für den kommenden Winter zu sichern, wie Dutch News berichtete.

Die niederländische Regierung kündigte an, sich auf Kohlekraftwerke zu konzentrieren, um Gas zu lagern, das im Winter für die Haushalte verwendet werden kann, nachdem Gazprom angekündigt hatte, die Gaslieferungen über die Nord Stream 1-Pipeline zu reduzieren.

Gazprom hatte am 31. Mai die Kürzung der Gaslieferungen in die Niederlande bekannt gegeben, nachdem der holländische Großhändler GasTerra sich geweigert hatte, der Forderung des Kremls nachzukommen, in Rubel zu zahlen. GasTerra befürchtete einen Verstoß gegen die EU-Sanktionen.

Eine weitere Alternative bestände darin, Gas aus der Provinz Groningen zu beziehen. Allerdings führte hier die Förderung des Erdgases zu Erdbeben, sodass die Aktivitäten verlangsamt wurden.

Der Staatssekretär für Bergbau, Hans Vijlbrief, sagte, er plane, die Groninger Felder 2023 oder 2024 stillzulegen, werde sie aber vorerst für Notfälle offen halten. „Die Nutzung des Groninger Gases ist nicht sicher. Die Bergbaubehörde ist da sehr eindeutig. Es kann nicht gefördert werden, ohne die öffentliche Sicherheit zu bedrohen“, sagte er.

Einen Tag zuvor hatte Deutschland erklärt, dass es sich nach der Ankündigung von Gazprom ebenfalls auf Kohlekraftwerke konzentrieren werde, um Gas zu sparen.

Obwohl die Niederlande nicht mit einem Gasmangel konfrontiert sind, wird dieser Schritt als Vorsichtsmaßnahme ergriffen. Klimaminister Rob Jetten erklärte: „Wenn es sich nicht um besondere Zeiten handeln würde, würden wir dies nicht tun. Es ist jedoch ein wichtiger Schritt, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.“

Nach Angaben der Dutch Times forderte Jetten die Menschen zudem auf, den individuellen Gasverbrauch einzuschränken. „Jetzt im Sommer mag das eine seltsame Bitte sein, aber jeder Kubikmeter Gas zählt. Duschen Sie also kürzer und isolieren Sie Ihr Haus jetzt, um im Winter weniger Gas zu verbrauchen.“

Gazprom kappt Gaslieferungen in die Niederlande

Der niederländische Gasgroßhändler GasTerra hatte sich nämlich geweigert, der Forderung des Kremls nachzukommen, das Gas in Rubel zu bezahlen, aus Angst vor einer Verletzung der EU-Sanktionen.

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