Kroatischer Energiekonzern INA erwartet doch keine Öl-Engpässe

Anfang Juni berichteten einige lokale Medien unter Berufung auf ein anderes Ölunternehmen, Petrol, dass Kroatien "bereits mit einer Verknappung von Diesel und Benzin konfrontiert ist. Aufgrund des EU-Embargos gegen russisches Öl erwarten wir weitere Störungen und einen Aufwärtsdruck auf die Einzelhandelspreise." [Shutterstock/Jan Orlowski]

Das kroatische Öl- und Gasunternehmen INA, das sich im Besitz des kroatischen Staates und des ungarischen Energiekonzerns MOL befindet, hat Medienberichte dementiert, wonach dem Land aufgrund der Russlandsanktionen eine Benzinknappheit drohe.

Anfang Juni berichteten einige lokale Medien unter Berufung auf ein anderes Ölunternehmen, Petrol, dass Kroatien „bereits mit einer Verknappung von Diesel und Benzin konfrontiert ist. Aufgrund des EU-Embargos gegen russisches Öl erwarten wir weitere Störungen und einen Aufwärtsdruck auf die Einzelhandelspreise.“

Die INA erklärte jedoch, dass keine Engpässe zu erwarten seien.

„Mit der Produktion in der Raffinerie Rijeka (in der nördlichen Adria) stellt die INA genügend Benzin für den heimischen Bedarf sicher. INA liefert auch Diesel, teilweise aus eigener Produktion und teilweise vom Mittelmeermarkt, und ist daher nicht von russischem Öl abhängig“, so INA in einer Erklärung vom Dienstag (21. Juni).

Das Unternehmen sagte, dass es nur 1,3 Prozent der im Jahr 2021 verkauften Erdölderivate aus Ungarn importiert habe, „und der Trend ist dieses Jahr ähnlich.“

„INA bezieht also keine Derivate aus Ungarn, wie in den letzten Tagen von Medien und einigen Beobachter:innen berichtet wurde“, hieß es.

Das Unternehmen betonte auch, dass die Raffinerie in Rijeka nach regelmäßigen Wartungsarbeiten seit März wieder am Netz ist und „mit voller Kapazität arbeitet.“ „Wir möchten betonen, dass die Versorgungssicherheit nicht gefährdet ist“, so das Unternehmen.

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