Italienische Regierung erwägt neue Verbrauchssteuersenkung

Der italienische Wirtschaftsminister Daniele Franco während einer Pressekonferenz. [EPA-EFE/ALESSANDO DI MEO]

Die Regierung erwägt eine Ausweitung der Verbrauchssteuersenkung, die am 8. Juli auslaufen wird, erklärte Wirtschaftsstaatssekretärin Maria Cecilia Guerra am Mittwoch gegenüber dem Fernsehsender Rainews 24.

Um den hohen Energiekosten entgegenzuwirken, die bereits vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine stiegen, hat die Regierung insgesamt 30 Milliarden Euro bereitgestellt.

Doch trotz der Senkung der Verbrauchssteuer um 30,5 Cent sind die Einzelhandelspreise für Diesel und Benzin weiter gestiegen und haben in den letzten zwei Wochen Spitzenwerte erreicht, die über denen der ersten Woche des Krieges in der Ukraine lagen.

Der Durchschnittspreis für Benzin liegt in Italien bei 1,914 Euro pro Liter und für Diesel bei 1,831 Euro pro Liter, so der jüngste Bericht der Preisbeobachtungsstelle des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung.

Laut Guerra sind neue Maßnahmen zur Senkung der Kraftstoffpreise „sehr wahrscheinlich.“

„Der Preisanstieg erhöht auch die Mehrwertsteuereinnahmen, die wir nicht in die Staatskasse fließen lassen wollen, sondern für die Senkung der Verbrauchssteuern und die Eindämmung des Preisanstiegs verwenden“, so Guerra weiter.

Nach dem drastischen Anstieg der Verbraucherpreise warnte Roberto Cingolani, Minister für ökologischen Wandel und Energie, im März vor Spekulationen, die Verbraucher:innen und Unternehmen belasten.

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