Italien hat Gas laut der Slowakei möglicherweise in Rubel bezahlt

"Da die Menge an Gas, die durch die Slowakei fließt, gestiegen ist, gehen wir davon aus, dass die Italiener gezahlt haben. Das ist jedoch nur eine Vermutung", erklärte Sulík. [EPA-EFE/MARTIN DIVISEK]

Italien hat Energieimporte möglicherweise bereits in Rubel bezahlt, da die Slowakei höhere Transitmengen an Gas verzeichnet, so der slowakische Wirtschaftsminister Richard Sulík (SaS) nach dem Treffen der EU-Energieminister:innen am Montag.

„Da die Menge an Gas, die durch die Slowakei fließt, gestiegen ist, gehen wir davon aus, dass die Italiener gezahlt haben. Das ist jedoch nur eine Vermutung“, erklärte Sulík.

Er fügte hinzu, dass er alles in seiner Macht Stehende tun werde, um russisches Gas weiter fließen zu lassen, selbst wenn er in Rubel zahlen müsse. „Ich sage Ja zu einem einheitlichen Vorgehen der EU, aber es gibt wichtigeres, wenn uns dieses Vorgehen massiv zu schaden beginnt“, so Sulík.

Andere Regierungsmitglieder sehen die Situation jedoch anders.

Premierminister Eduard Heger von der Partei OĽaNO und andere Regierungsmitglieder glauben nach wie vor an ein einheitliches Auftreten der EU und distanzierten sich von Sulíks Äußerungen.

„Die Slowakei wird im Einklang mit den EU-Mitgliedstaaten handeln, wenn sie Gas aus Russland kauft“, schrieb Heger in einem Facebook-Beitrag zu Sulíks Erklärungen.

Er fügte hinzu, dass Europa auf Wunsch der Slowakei begonnen habe, seine Position zu Gaszahlungen zu koordinieren. Heger geht davon aus, dass die Slowakei, wenn sie die europäische Einheit nicht bricht, von anderen Mitgliedstaaten mit Gas beliefert werde, sollten die Lieferungen aus Russland eingestellt werden.

Einige Kommentator:innen in den slowakischen Medien vermuten, dass Sulík mit dem Fingerzeig auf Italien den Weg für ein ähnliches Vorgehen der Slowakei ebnet.

Die Slowakei ist der elftgrößte Kunde für russische Energierohstoffe. Die nächste Zahlung für Gas ist am 20. Mai fällig.

Subscribe to our newsletters

Subscribe