Italien blickt auf Japan für weitere Zusammenarbeit im Bereich erneuerbare Energien

In dem Bemühen, die Abhängigkeit von Moskau im Energiebereich angesichts der russischen Invasion in der Ukraine zu verringern, nannte Draghi schnelle Investitionen in erneuerbare Energien als ein wichtiges Ziel. [EPA-EFE/FILIPPO ATTILI]

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat auf einer Pressekonferenz im Palazzo Chigi nach einem bilateralen Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida daran erinnert, wie wichtig es sei, die Industriepartnerschaft zwischen Italien und Japan zu stärken, insbesondere im Bereich erneuerbare Energien.

In dem Bemühen, die Abhängigkeit von Moskau im Energiebereich angesichts der russischen Invasion in der Ukraine zu verringern, nannte Draghi schnelle Investitionen in erneuerbare Energien als ein wichtiges Ziel.

„Wir müssen unsere industriellen Partnerschaften stärken, insbesondere in den Bereichen erneuerbare Energien, Biotechnologie, Pharmazeutika, Robotik und Luftfahrt“, sagte Draghi nach dem Treffen am Mittwoch (4. Mai).

Japan seinerseits will bis 2030 zwischen 36 und 38 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Energiequellen gewinnen, wofür es die Zusammenarbeit mit Italien als vielversprechend ansieht. „Unsere Regierungen arbeiten daran, die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen in Bereichen wie erneuerbare Energien und Konnektivität zu unterstützen“, fügte Kishida hinzu.

In den letzten Jahren ist die Allianz zwischen Italien und Japan vor allem durch die Zusammenarbeit in Wirtschaft und Handel gewachsen. Mit einem Handelsvolumen von rund 12 Milliarden Euro im Jahr 2021 ist Japan der zweitgrößte Markt Italiens in Asien.

Draghi dankte Japan auch dafür, dass es zugestimmt hatte, Flüssigerdgasladungen (LNG), die ursprünglich für Drittländer bestimmt waren, nach Europa umzuleiten. Die beiden Staats- und Regierungschefs verurteilten die russische Invasion in der Ukraine und bekräftigten ihre Entschlossenheit, sich für Friedensverhandlungen im Rahmen der G7 einzusetzen.

Italien und Japan sprachen auch über die Sicherheit im indopazifischen Raum und machten Nordkorea für seine militärischen Tests in diesem Gebiet verantwortlich.

Subscribe to our newsletters

Subscribe