Bulgarien an Gasverbindungsleitung mit Griechenland angeschlossen

Die IGB-Verbindungsleitung ist für Bulgarien von entscheidender Bedeutung, da sie das Potenzial birgt, die Gasversorgung des Landes vollständig zu diversifizieren. Die Pipeline könnte auch Rumänien zugutekommen, indem sie dessen Kapazität auf fünf Milliarden Kubikmeter (bcm) erhöht. [Shutterstock/pan demin]

Die bulgarisch-griechische Gasverbindung in Stara Zagora, die bereits an das nationale Gasfernleitungsnetz des bulgarischen Staatsunternehmens Bulgartransgaz angeschlossen ist, hat die pneumatischen Tests für Belastbarkeit, Dichtigkeit und Gasmessung erfolgreich bestanden, teilte das am Projekt beteiligte Unternehmen ICGB am Montag mit.

Einige Bauarbeiten an der Pipeline sind allerdings noch im Gange.

Die Verbindungsleitung Stara Zagora ist für Bulgarien von entscheidender Bedeutung, da sie das Potenzial birgt, die Gasversorgung des Landes vollständig zu diversifizieren. Die Pipeline könnte auch Rumänien zugutekommen, indem sie dessen Kapazität auf fünf Milliarden Kubikmeter (bcm) erhöht.

Die von der EU unterstützte Pipeline dient vor allem der Aufhebung des russischen Gasmonopols auf dem bulgarischen Markt – ein insbesondere seit dem Einstellen der Gaslieferungen an Bulgarien drängendes Unterfangen.

Die Gasverbindungsleitung zwischen Griechenland und Bulgarien steht im Einklang mit der gemeinsamen EU-Strategie für marktorientierte Versorgungssicherheit. Sie ist mit dem Südlichen Gaskorridor verbunden, einer von der Europäischen Kommission unterstützten Initiative, die darauf abzielt, die Abhängigkeit Europas von russischem Gas zu verringern und verschiedene Energieversorgungsquellen zu erschließen.

Die Pipeline zielt darauf ab, Gas aus Aserbaidschan zu fördern und wird auch Gas aus dem griechischen Flüssiggasterminal (LNG) transportieren. Bulgarien wird voraussichtlich eine Milliarde Kubikmeter Gas pro Jahr aus Aserbaidschan importieren, was fast einem Drittel seines Jahresverbrauchs entspricht.

Ende letzten Jahres hat der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew die Bereitschaft seines Landes bekundet, größere Mengen an Gas nach Bulgarien zu exportieren als die im aktuellen Vertrag vorgesehene eine Milliarde Kubikmeter pro Jahr. Das aserbaidschanische Gas soll über diese Pipeline nach Bulgarien gelangen.

Jetzt wurde bekannt gegeben, dass die Gasmessstation in Stara Zagora bis Ende dieses Monats fertiggestellt sein wird.

Der lineare Teil des Projekts ist vollständig abgeschlossen. In der ersten Maihälfte wurde eine In-Pipe-Inspektion entlang der gesamten Länge der Gaspipeline abgeschlossen.

Es werden Funktionstests der Station durchgeführt, einschließlich echter Gasmengen, was zu den obligatorischen Anforderungen gehört, bevor die technische Betriebsbereitschaft bestätigt wird. Im Juni soll dieses Verfahren an der Gasmessstation in der Nähe der griechischen Stadt Komotini ebenfalls durchgeführt werden.

Alle Anstrengungen konzentrieren sich weiterhin darauf, die Bauarbeiten so schnell wie möglich abzuschließen und Tests mit tatsächlichen Gasmengen entlang der gesamten Pipelinestrecke durchzuführen, da der Bedarf an sicheren und vielfältigen Gasversorgungslösungen für Bulgarien und die Region wächst.

Auf bulgarischem Territorium ist die Gaspipeline von Komotini nach Stara Zagora bereits erfolgreich an das nationale Gastransportnetz von Bulgartransgaz angeschlossen. Der Abschnitt vom Verbindungspunkt mit dem bulgarischen Betreiber bis zum jeweiligen Kranknotenpunkt der Verbindungsleitung ist bereits mit Gas aufgefüllt worden.

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