Wölfe bleiben geschützt

Der Wolf steht in Europa unter besonderem Schutz. [shutterstock]

Ungeachtet der Ausbreitung des Wolfes in Deutschland und Europa will die EU-Kommission den besonderen Schutzstatus des Raubtiers nicht ändern.

In weiten Teilen der Europäischen Union sei der Wolf nach wie vor eine gefährdete Art, sagte EU-Agrarkommissar Phil Hogan der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagsausgabe)

Damit widersprach Hogan Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Der hatte sich zuvor per Brief an die EU-Kommission gewandt und um eine Änderung des strengen Schutzstatus gebeten. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus hatte sich jüngst für eine Lockerung des Schutzstatus ausgesprochen.

Phil Hogans GAP-Vorschlag: Fehlstart für Steuerzahler und Umwelt

Mit seinen Vorschlägen zur „Zukunft von Ernährung und Landwirtschaft Agrarkommissar Phil Hogan vor allem eine Botschaft gesendet: Die Mitgliedstaaten sollen sich selbst um die Umwelt kümmern, meint Konstantin Kreiser.

Eine Umfrage der „NOZ“ in den Bundesländern hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass Wölfe seit ihrer Rückkehr nach Deutschland mehr als 3500 Nutztiere wie etwa Schafe gerissen haben.

Der Kommission sei bewusst, dass die Ausbreitung der Wölfe mit Problemen verbunden sei, sagte Hogan. Er verwies aber darauf, dass der bessere Schutz von Weidetieren finanziell unterstützt werde. Außerdem erlaube die jetzige Regelung gezielte, einzelne Abschüsse von Wölfen, wenn es dem „Populationsmanagement“ diene und den Erhalt der Art nicht gefährde.