Umweltschützer: Enorme CO2-Einsparungen durch Kerosinsteuer möglich

Die Einführung einer Kerosinsteuer ist möglich, ist der Umweltverband Transport and Environment (T&E) überzeugt. Und zwar ohne negative Auswirkungen auf die Wirtschaft oder den Arbeitsmarkt. Eine bislang unveröffentlichte Studie der EU-Kommission bestätigt das nun.

Durch eine Steuer auf den Flugzeugtreibstoff Kerosin könnten womöglich allein in Europa jährlich 16,4 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden.

Das gehe aus einer bislang unveröffentlichten Studie der EU-Kommission hervor, erklärte der Umweltverband Transport and Environment (T&E) am Montag. Diese potenziellen CO2-Einsparungen entsprechen demnach dem Ausstoß von acht Millionen Autos auf Europas Straßen.

Eine derartige Kerosinsteuer würde der Untersuchung zufolge keine negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft oder den Arbeitsmarkt haben, erklärte T&E. „Gleichzeitig könnten jährlich fast 27 Milliarden Euro an Einnahmen erzielt werden.“

Die EU-Kommission bestätigte, die Studie in Auftrag gegeben zu haben. Der entsprechende Bericht werde derzeit aber noch fertiggestellt, sagte ein Sprecher.

Umweltschützer fordern seit langem, die Steuerbefreiung von Flugbenzin abzuschaffen. Vergangene Woche schlossen sich bei einem TV-Duell der Spitzenkandidaten bei der Europawahl sowohl der Konservative Manfred Weber (CSU) als auch sein sozialdemokratischer Kontrahent Frans Timmermans dieser Forderung an.

Innerhalb von CDU und CSU ist das Thema allerdings umstritten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte als mögliche Alternative zu neuen Abgaben vorgeschlagen, den Handel mit Emissionszertifikaten auf Verkehr und Gebäude auszuweiten.

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