Tschechien könnte den Kohleausstieg bis spätestens 2033 vollziehen

Die künftige Regierung unter Führung des konservativen Politikers Petr Fiala hat in ihrem Koalitionsvertrag verankert, dass der Kohleausstieg früher als 2038 vollzogen werden soll. [Shutterstock/Vera Kailova]

Die künftige tschechische Regierung will die Energiewende des Landes beschleunigen und früher aus der Kohle aussteigen. „Es wäre der beste Erfolg, den Kohleausstieg bis 2030, spätestens 2033 zu vollziehen“, sagte Umweltministerkandidatin Anna Hubáčkova (KDU-ČSL, EVP).

Die scheidende Regierung von Premierminister Andrej Babiš hat sich nicht auf ein genaues Datum für den Kohleausstieg festgelegt. Die Kohlekommission, die zur Bewertung des Transformationsprozesses eingesetzt wurde, hat jedoch das Jahr 2038 empfohlen.

Die künftige Regierung unter Führung des konservativen Politikers Petr Fiala hat in ihrem Koalitionsvertrag verankert, dass der Kohleausstieg früher als 2038 erfolgen soll. „Es wird eine Herausforderung für mich sein, mein Bestes zu tun, um dies früher zu erreichen“, sagte Hubáčková in einem Interview für Radiožurnál.

Kohle dominiert immer noch den tschechischen Energiemix, produziert 46 % der Elektrizität und sichert mehr als 25 % der Wärmeversorgung der Haushalte. Es gibt drei Kohlebergbauregionen, deren Energiewende durch den neuen EU-Fonds für einen gerechten Übergang unterstützt werden soll. Der künftige Energiemix stützt sich auf die Kernenergie, ergänzt durch erneuerbare Energiequellen. In den vergangenen Jahren hinkte Tschechien bei der Entwicklung erneuerbarer Energien hinterher. Erneuerbare Energien machen 14 % der Stromerzeugung aus.

Die künftige Umweltministerin Hubáčková hat sich bereits mit dem tschechischen Präsidenten Miloš Zeman getroffen, um ihre Ideen vorzustellen. Sie lehnte es ab, den Bau des Donau-Oder-Elbe-Kanals zu unterstützen, einen umstrittenen Plan Zemans, der bei Umweltorganisationen auf Kritik stieß.

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