Top-Meldungen der Woche aus dem Bereich Energie und Umwelt

Top-Meldungen aus dem Bereich Energie und Umwelt [Alexander Gerst]

Energie und Umwelt im Gespräch – unser Überblick über die wichtigsten Meldungen in dieser Woche, in Deutschland und anderswo in Europa. In dieser Ausgabe: Klimaneutralität, Green Finance, ein deutscher Astronaut, Bienen und mehr.

Klimaneutralität. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erstmals angedeutet, dass sich Deutschland womöglich einer europäischen Allianz zur Erreichung der Treibhausgasneutralität bis 2050 anschließen werde. Auf dem EU-Gipfel in Sibiu war Deutschland nicht bereit gewesen, sich einer entsprechenden Initiative mehrerer Mitgliedsstaaten anzuschließen. Mehr lesen Sie hier.

Ankauf von Schwefelhexafluorid gesunken. Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2018 insgesamt 786 Tonnen des
extrem klimawirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) von inländischen Gasehändlern bezogen, teile das Statistische Bundesamt (Destatis) am 15. Mai mit. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber 2016 um 31 Prozent, so die Pressemitteilung weiter. SF6 wird mit 609 Tonnen (77 Prozent) hauptsächlich in der Elektroindustrie und im Apparatebau eingesetzt. Gegenüber 2016 verminderte sich hier die Abgabe um 351 Tonnen beziehungsweise 37 Prozent .

„Nachhaltigkeit muss in den Mainstream des Kapitalmarkts“

Im Rahmen der Präsentation eines neuen Reports von OECD, der Weltbankgruppe und dem UN-Umweltprogramm, diskutierten Finanzexperten mögliche Lösungsstrategien. Nachhaltigkeit müsse endlich in den Mainstream und ein Weg liegt in mehr Transparenz, so der Tenor.

Fair Finance legt Ranking von Banken vor. An der Spitze des Rankings liegen wie zuvor die GLS Bank (96 Prozent ), die EthikBank (95 Prozent ), die Triodos Bank (87 Prozent ) und die evangelische KD-Bank (82 Prozent ). Die Sparkasse KölnBonn, welche 2018 erstmalig in den Fair Finance Guide aufgenommen wurde, konnte sich vom punktlosen letzten Platz auf immerhin 9 Prozent verbessern, bleibt aber weiter das Schlusslicht unter den 14 untersuchten Finanzinstituten. Die NGO präsentierte am 13. Mai zum vierten Mal seinen ‚Fair Finance Guide Deutschland‘, der das Niveau sozialer und ökologischer Nachhaltigkeitsregeln bei deutschen Banken und Sparkassen überprüft.

Steuer auf Flugbenzin brächte 27 Milliarden Euro. Eine europäische Steuer auf Flugbenzin könnte den Kohlendioxid-Ausstoß aus der Luftfahrt laut einer Studie um elf Prozent drücken, weil Tickets teurer würden und weniger Leute das Flugzeug nähmen. In Deutschland wäre der Effekt sogar noch stärker. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der EU-Kommission, die der Verband Transport & Environment am Montag, 13. Mai, veröffentlichte. Diese potenziellen CO2-Einsparungen entsprechen demnach dem Ausstoß von acht Millionen Autos auf Europas Straßen. Gleichzeitig könnten jährlich fast 27 Milliarden Euro an Einnahmen erzielt werden.

Astronaut Gerst warnt Politiker vor Folgen des Klimawandels. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat vor Ressourcenknappheit und den Folgen des Klimawandels gewarnt. Er habe die Erde bei seinen Missionen schließlich von außen gesehen, sagte der 43-Jährige am Mittwoch, 15. Mai, vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestags. „Wenn man sich anschaut, wie viel wir verbrauchen, welchen kleinen Teil wir aber in der Erdgeschichte einnehmen – da sieht man, dass das im Moment nicht nachhaltig ist.“ „Etwas Großes wird endlich im Angesicht der Unendlichkeit“, sagte Gerst. Das gelte auch für alle Ressourcen auf der Erde. „Man sieht Dinge, die einen überraschen: Gletscher, die kleiner werden, Seen, die austrocknen.“ Im vergangenen Sommer habe er auch die Dürre in Deutschland gesehen. Bei den Missionen im All wird auch zum Umgang mit dem Klimawandel geforscht. Gerst berichtete etwa von der Forschung zu Nutzpflanzen, die klimawandelresistent sein sollen.

Merkel signalisiert erstmals Bereitschaft zur Klimaneutralität 2050

Angela Merkel signalisiert zum ersten Mal die Bereitschaft, über die deutsche Klimaneutralität bis 2050 verhandeln zu wollen. Letzte Woche hatte Deutschland sich einer entsprechenden Initiative mehrerer EU-Staaten enthalten.

Kommission registriert Europäische Bürgerinitiative „Rettet die Bienen!“. Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, 15. Mai, die Europäische Bürgerinitiative Rettet die Bienen!  registriert. Die Organisatoren, unter denen auch einige Initiatoren des äquivalenten bayerischen Volksbegehrens sind, fordern die Kommission dazu auf, „Rechtsvorschriften zu erlassen, um Lebensräume für Insekten als Indikatoren einer intakten Umwelt zu erhalten und zu verbessern“, heißt es in der Pressemitteilung. Sie haben nun ein Jahr Zeit, eine Million Unterschriften aus sieben Ländern zur Unterstützung ihres Vorschlags zu sammeln.

Studie: Nationale Klimastrategien der EU-Staaten weit vom Ziel entfernt

Von den 28 von den EU-Mitgliedstaaten vorgelegten Entwürfen für nationale Energie- und Klimapläne befindet sich kein einziger auf gutem Weg, das Ziel von Netto-Null-Emission bis 2050 zu erreichen.

Schon jetzt mehr Waldbrände als im ganzen Jahr 2018

Waldbrände haben in Europa in der ersten Jahreshälfte 2019 bereits mehr Landfläche verwüstet als im gesamten Jahr 2018.

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