Top Meldungen dieser Woche aus dem Bereich Energie und Umwelt

Erneuerbaren Energien machten im Jahr 2018 22,7% des Stromverbrauchs in Frankreich aus. [Lance Cheung/Flickr]

Energie und Umwelt im Gespräch – unser Überblick über die wichtigsten Meldungen in dieser Woche, in Deutschland und anderswo in Europa. In dieser Ausgabe: Die wärmsten Jahre seit Beginn der Temperaturmessungen, IPCC-Bericht Leaks, Umweltschutzausgaben, La République en marche ! und mehr.

Erste Leaks aus dem IPCC-Bericht über die Folgen des Klimawandels auf die Ozeane

Der Bericht des IPCC über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Ozeanen und Kryosphäre wird für den Monat September 2019 erwartet. Nun leakte die japanische Tageszeitung The Mainichi in ihrer Ausgabe vom 2. Februar einen Berichtsentwurf, wonach der Klimawandel zu einem Anstieg der Ozeane um 1,3 Meter bis 2100 führen könnte. Da die Berichtsentwürfe im Februar nicht veröffentlicht werden sollen, kann ihre Fassung bis zur endgültigen Veröffentlichung geändert werden.

World Meteorological Organization (WMO): Jahre 2015-2018 knacken Hitzerekord

Die Jahre 2015 bis 2018 waren die wärmsten vier Jahre seit Beginn der Temperaturmessungen, kündigte die WMO am 6. Februar 2019 an. Die Organisation meldete auch eine Rekordkonzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre. Die neue Zahlen schicken ein klares Signal von einem Stattfindenden eines langfristigen Klimawandels, so die WMO. Während das Pariser Abkommen den Temperaturanstieg deutlich unter 2°C begrenzen muss, liegt im 2018 die Durchschnittstemperatur auf der Erdoberfläche 1°C gegenüber dem Durchschnitt Temperaturen zwischen 1850 und 1900.

Umweltschutzausgaben im Jahr 2016 gegenüber Vorjahr um 2,9 % gestiegen

Die Ausgaben für Umweltschutzleistungen insgesamt betrugen im Jahr
2016 rund 66,2 Milliarden Euro, so eine Meldung des Statistischen Bundesamt (Destatis) vom 6 Februar. Die Umweltschutzausgaben erhöhten sich damit um 2,9 % gegenüber dem Vorjahr. Unternehmen in Deutschland wendeten im Jahr 2016 für Umweltschutzleistungen 41,1 Milliarden Euro auf, die privaten Haushalte 14,3 Milliarden Euro und der Staat 10,8 Milliarden Euro.

Kartoffelernte 2018 mit knapp 9 Millionen Tonnen auf tiefstem Stand seit Wiedervereinigung

Mit 8,9 Millionen Tonnen sank die Kartoffelernte in Deutschland
nach dem sehr trockenen Sommer 2018 auf einen Tiefstand seit der
Wiedervereinigung, so das Statistische Bundesamt (Destatis) in einer Meldung vom 6 Februar. Die Erntemenge fiel damit um nahezu ein Viertel niedriger aus als im Jahr 2017 (11,7 Millionen Tonnen). Auch im Vergleich zum Durchschnitt der letzten sechs Jahre (10,8 Millionen Tonnen) war die Erntemenge 2018 sehr gering.

Umweltschwergewicht verlässt En Marche

Der französische Abgeordneter Matthieu Orphelin verlässt die parlamentarische Gruppe «La République en Marche!» aufgrund des «kollektiven Versagens» seiner politischen Familie im Bereich der Ökologie. Der Abgeordnete sprach von einem «kollektives Scheitern» und hält es für «unmöglich, die Lücke nicht wahrhaben zu wollen, die noch geschlossen werden muss, um die klimatischen, ökologischen und sozialen Probleme zu lösen.» In den letzten Tagen hatte der Abgeordnete seine «Schande» geäußert, weil die Schaffung eines Ausgleichsfonds für Pestizid-Opfer verschoben wurde. Matthieu Orphelin ist der ehemaliger Sprecher von Nicolas Hulot, als er seine Stiftung Fondation Nicolas Hulot (FNH) geleitet hat, bevor er Umweltminister wurde. Auch Nicolas Hulot hat mittlerweile von seinem Mandat gekündigt. 

Frankreich stellt die Details seines „Energie-Klima-Gesetzes“

Die fünf Artikel ändern verschiedene Ziele des Energiewendegesetzes, schaffen einen Hohen Rat für das Klima, vereinfachen die Verfahren im Bereich der erneuerbaren Energien, versuchen mit den Energieeinsparungszertifikaten gegen Betrug vorzugehen und setzen mehrere europäische Texte aus dem Energie-Klimapaket 2030 um. Sie sollten Anfang März im Ministerrat und im April im Parlament vorgelegt werden.

Erneuerbaren Energien machten im Jahr 2018 22,7% des Stromverbrauchs in Frankreich aus

Im Jahr 2018 verzeichnete die französische Stromerzeugung den größten Anstieg seit zehn Jahren (+ 3,7% im Vergleich zu 2017). Dies ist teilweise auf die Steigerung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien um 21,9% zurückzuführen. ), sagt Betreiber des Stromübertragungsnetzes RTE, die am Donnerstag, dem 7. Februar 2019, die französische Strombilanz 2018 veröffentlicht. Den am selben Tag veröffentlichten Zahlen der französischen Verband für erneuerbare Energien zufolge erreichte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den letzten zwölf Monaten 108,7 TWh eine starke hydraulische Produktion und die Verbindungen der Solar- und Windparks.

 

 

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