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02/12/2016

Studie: CO2-Ausstoß weltweit kaum gestiegen

Energie und Umwelt

Studie: CO2-Ausstoß weltweit kaum gestiegen

Kohlekraftwerke, wie das hier abgebildete Staudinger bei Großkrotzenburg (Hessen), tragen erheblich zum Anstieg der deutschen CO2-Emissionen bei. Foto: dpa

Trotz starken Wirtschaftswachstums ist der CO2-Ausstoß laut einer Studie weltweit stabil. Wie die Entwicklung unter US-Präsident Donald Trump aussehen wird, ist bislang unklar.

Der weltweite CO2-Ausstoß wird 2016 einer Studie zufolge kaum steigen.

Dank des Rückgangs der Emissionen in China werde der Ausstoß des klimaschädlichen Gases lediglich um 0,2 Prozent zulegen, hieß es in einer in der Zeitschrift „Earth System Science Data“ veröffentlichten Studie. Es ist bereits das dritte Jahr in Folge in denen sich die Emissionen kaum verändern. In den 2000er-Jahren kletterte der CO2-Ausstoß noch um drei Prozent pro Jahr.

China ist für rund 30 Prozent des weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Wegen der Abschwächung des Wirtschaftswachstums und eines geringeren Kohleverbrauchs werde der Ausstoß des klimaschädlichen Gases im Reich der Mitte 2016 um 0,5 Prozent schrumpfen. In den USA werde ein Rückgang um 1,7 Prozent erwartet. In vielen Schwellenländern steigen die CO2-Emissionen dagegen weiter an.

Der künftige US-Präsident Donald Trump will einem seiner Mitarbeiter zufolge schnellstmöglich aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen. Er strebt eine Kehrtwende in der US-Energiepolitik an, unter anderem durch eine Rückbesinnung auf fossile Brennstoffe wie Kohle. Dennoch würden Erdgas, Windkraft und Sonnenenergie aufgrund des Technologiewandels und niedrigerer Preise Kohle in der US-Stromproduktion zunehmend ersetzen, sagte der Co-Autor der Studie, Glen Peters.