Österreich verdoppelt Geschwindigkeit bei Ausbau von Solarmodulen

Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den gesamten Strombedarf mit erneuerbaren Energien zu decken, wofür Prognosen zufolge etwa 10.000 Megawatt an Solarkapazität benötigt werden. [Shutterstock/Volker Rauch]

Im Jahr 2021 wurde in Österreich mehr als das Doppelte der Solarmodulkapazität des Jahres 2020 installiert. Damit war das vergangene Jahr das mit Abstand beste der Solarbranche im Land, teilte der Bundesverband Photovoltaic Austria am Montag mit.

Österreich hat einen der weltweit größten Anteile an erneuerbarem Strom, begünstigt durch einen frühen Wasserkraft-Boom.

Da die Bevölkerung des Landes und Umweltschützer:innen jedoch weitere Projekte in dem Bereich blockieren, hat sich die Politik im Bereich der erneuerbaren Energien auf Wind- und Solarenergie konzentriert.

„Die Branche hat im vergangenen Jahr Unglaubliches geleistet“, erklärt Herbert Paierl, Obmann des österreichischen PV-Branchenverbandes. „Das Rekordjahr 2021 muss nun als Grundlage und Motivation für den weiteren Ausbau genommen werden – die Leistung weiter auszubauen wird für alle fordernd.“

Er verwies auf die Notwendigkeit eines massiven Netzausbaus, der Ausweisung von Flächen und schnellerer Genehmigungen.

Insgesamt wurden 740 Megawatt an Leistung installiert – doppelt so viel wie die für 2020 geplanten 340 Megawatt -, womit sich die Gesamtzahl des Landes auf 2783 Megawatt erhöht. Die Solarenergie deckt derzeit rund 5 Prozent des Strombedarfs in Österreich.

Wie beim Ausbau der Windkraftanlagen konzentrierten sich die meisten neuen PV-Installationen auf Ostösterreich, wobei etwa jede fünfte der 2021 neu errichteten Anlagen in Niederösterreich zu finden ist.

Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 den gesamten Strombedarf mit erneuerbaren Energien zu decken, wofür Prognosen zufolge etwa 10.000 Megawatt an Solarkapazität benötigt werden.

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