Niederländische Regierung gewährt 2 Milliarden Euro an Subventionen für riesiges Kohlenstoffspeicherprojekt

Foto. Außenansicht des Shell-Standorts Pernis in Rotterdam, Niederlande, 30. Juli 2020. [Robin Utrecht/EPA/EFE]

Die niederländische Regierung hat einem Konsortium, dem die Ölkonzerne Royal Dutch Shell und ExxonMobil angehören, Subventionen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro gewährt. Damit sollen sie eines der weltweit größten Projekte zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CCS) decken, wie der Hafen von Rotterdam am Sonntag (9. Mai) mitteilte.

Shell und Exxon beantragten die Subventionen für das Projekt im Januar zusammen mit den Industriegaslieferanten Air Liquide und Air Products. Das Projekt zielt darauf ab, das von Fabriken und Raffinerien im Rotterdamer Hafengebiet emittierte CO2 abzuscheiden und in leeren niederländischen Gasfeldern in der Nordsee zu speichern.

Den beteiligten Unternehmen sei mitgeteilt worden, dass man ihre Anträge genehmigen werde, sagte Hafensprecher Sjaak Poppe gegenüber Reuters und bestätigte damit einen früheren Bericht des niederländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders NOS.

Damit ist die wichtigste Hürde für das Projekt genommen. Voraussichtlich 2024 soll es in Betrieb gehen und die Emissionen im Industriegebiet rund um den größten Seehafen Europas um etwa 10% senken.

Die niederländische Regierung war am Sonntagabend für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Subventionen sollen die Unternehmen für die zusätzlichen Kosten entschädigen, die entstehen, wenn sie die Treibhausgase abfangen anstatt sie auszustoßen. Der Hafen bietet die notwendige Infrastruktur für den Transport des Kohlendioxids zu den leeren Offshore-Gasfeldern.

Die Niederlande, Heimat zahlreicher Großindustrien und Europas wichtigstem Seehafen, gehören zu den Ländern mit den höchsten Pro-Kopf-Emissionen von Treibhausgasen in Europa.

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Im vergangenen Jahr sind die Emissionen gegenüber 1990 um 24,5% gesunken.

Unterstützer

Dieser Stakeholder unterstützt EURACTIVs Berichterstattung über Industrielle Dekarbonisierung. Diese Unterstützung ermöglicht es EURACTIV, zusätzliche redaktionelle Ressourcen bereitzustellen, um das Thema umfassender und ausführlicher zu behandeln. Der redaktionelle Inhalt von EURACTIV ist unabhängig von den Ansichten seiner Unterstützer.

Mitsubishi Heavy Industries







Subscribe to our newsletters

Subscribe