Kenia: Für jedes Tor ein Baum

Ein jugendlicher Klimaaktivist aus Kenia pflanzt für jedes Tor, das er schießt, einen Baum. Im Bild: Eine Kunstinstallation im Stadion von Klagenfurt, Österreich. [Shutterstock]

Der 15-jährige Kenianer Lesein ist einer von tausenden Jugendlichen auf der ganzen Welt, die sich Greta Thunberg in ihrem Kampf gegen den Klimawandel angeschlossen haben. Der begeisterte Fußballer pflanzt seit 2018 für jedes Tor, das er erzielt, Bäume.

Der Jugendliche nutzt den Sport – und Social Media – um das Bewusstsein für Entwaldung und Klimawandel zu schärfen.

„Ich habe mit Traurigkeit von Abholzung und Klimawandel erfahren und angefangen, für jedes Tor, das ich als Fußballspieler schieße, Bäume zu pflanzen,“ so der Teenager in einer Erklärung, nachdem er beim Green Kids Award in Kenia mit dem zweiten Platz geehrt wurde.

Der junge Spieler fordert in einem Post auf seinem Instagram-Account: „Jeder sollte seinen kleinen Beitrag leisten. Ich pflanze Bäume und spiele Fußball.“ Auch für den Einsatz wiederverwendbarer Materialien und das Ende von Einwegplastik wirbt er.

Lesein wünscht sich, dass sein Projekt auch in anderen Gebieten Kenias und darüber hinaus repliziert wird. Dafür ermutigt er Schulfreunde sowie seine Teamkameraden, seinem Beispiel zu folgen und ebenfalls Bäume zu pflanzen. Außerdem nutzt er das Mobilisierungspotenzial der Social-Media-Kanäle.

Jugend gegen Klimawandel

Vor knapp zwei Wochen veranstalteten die Vereinten Nationen in New York einen globalen Gipfel gegen den Klimawandel. Eine der Hauptrednerinnen war Greta Thunberg, die junge schwedische Aktivistin, die seit Monaten Menschen für den Klimaschutz mobilisiert.

Am Samstag (21. September) versammelten sich junge Aktivisten, um ihre Lösungen vorzustellen, Erfahrungen auszutauschen und die Möglichkeit zu haben, mit Entscheidungsträgern ins Gespräch zu kommen.

Sie riefen die Führer der Welt auf, „keine Zeit mehr zu verschwenden“ und Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen. In einer Beschwerde forderten sie von den UN-Mitgliedstaaten sofortige Aktionen, „um alle Kinder vor den verheerenden Folgen des Klimawandels zu schützen“.

Auch Lesein durfte für sein Land am Jugend-Klimagipfel der UN teilnehmen. „Die Folgen des Klimawandels erfordern dringende Maßnahmen der Staats- und Regierungschefs. Deshalb ist es so wichtig, dass der Generalsekretär Jugendaktivisten wie mich zusammenbringt, damit wir sie zur Verantwortung ziehen und sie auffordern können, jetzt zu handeln,“ schrieb er in einem Post.

Klar ist: Die Jugend der Welt hat das Thema Klimawandel für sich entdeckt. In der vergangen Aktionswoche nahmen mehrere Millionen Menschen an Protesten überall auf der Welt teil, darunter jeweils über eine Million in Deutschland und Italien.

Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres scheint die Bedeutung der Klima-Bewegung erkannt zu haben. Nach seinem Treffen mit jungen Aktivisten betonte er: „Es sind die jungen Menschen, die den Klimaschutz vorantreiben.“

Dies sei auch gut so, denn: „Das ist ein Kampf, den wir gewinnen können und gewinnen müssen.“

[Bearbeitet von Tim Steins]

Thunberg ist "Botschafterin des Gewissens"

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat in Washington einen wichtigen Menschenrechtspreis entgegennehmen dürfen. Ausgezeichnet wurde auch die Protestbewegung „Fridays For Future“. EURACTIVs Medienpartner Deutsche Welle berichtet.

Mehr als eine Million Menschen bei neuem bundesweiten Klimastreik auf der Straße

Mehr als eine Million Demonstranten sind am Freitag laut Veranstaltern bundesweit bei einem neuerlichen großen Klimastreik auf die Straße gegangen. Demnach folgten rund 1,4 Millionen Menschen einem Aufruf der Schülerbewegung Fridays for Future und zahlreicher anderer Organisationen.

 Wie nachhaltig kann Fußball sein?

Fußball begeistert, bringt zusammen und ist für manche wie eine Religion, so auch beim Finale der Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Frankreich am Sonntag. Fußball hat aber auch bislang wenig beachtete Schattenseiten: Müllberge, Wasserverschwendung, Schadstoffmengen. Das Projekt Life Tackle will das ändern.

Subscribe to our newsletters

Subscribe

Wissen was in Europas Hauptstädten passiert - abonnieren Sie jetzt unseren neuen 10 Uhr Newsletter.